Leiwander Chef? Ja, sagen die Österreicher.

Österreichs Arbeitnehmer sind ganz zufrieden mit ihren Vorgesetzten, zeigt eine aktuelle Studie von Statista im Auftrag von XING. Nachholbedarf gibt’s beim Führungs-Know-how.

„Meine Teamleiterin ist einfach Teil des Teams. Da gibt’s keine Berührungsängste. Wenn ich was nicht gut finde, spreche ich es direkt an. Gleichzeitig gibt sie mir immer das Gefühl, dass sie mir im Fall des Falls den Rücken stärkt“, so beschreibt Fabian, 29 und Social Media Berater in Wien, die Zusammenarbeit mit seiner Chefin. Ihm geht es damit wie vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Österreich. Denn 71 % geben an einen Chef zu haben, der sich ihnen gegenüber wie ein Kollege und nicht wie ein Vorgesetzter verhält. Was gerade auch die Jungen unter 35 Jahre (85 %) massiv fordern. Und drei von fünf sagen, dass sie Kritik äußern können, ohne dass sie negative Auswirkungen fürchten müssten.

Darf’s ein bisschen mehr Selbstständigkeit sein? Ja, unbedingt.

Starre Hierarchien werden von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zunehmend hinterfragt. Führungsstile ändern sich. Oder müssen sich ändern. Die Horror-Chefs, vor denen sich alle fürchten, scheinen zum Glück der Vergangenheit anzugehören.

Jeder zweite Österreicher hält den eigenen Chef für authentisch, glaubwürdig und findet, dass der Chef ihm Rückhalt bietet und seinen Mitarbeitern gegenüber loyal ist. Zufrieden sind die Befragten auch mit den Freiräumen, die ihre Chefs ihnen bieten – gerade einmal jeder 7. Österreicher fühlt sich vom Chef übermäßig kontrolliert oder unter Druck gesetzt.

Gleichzeitig gibt’s aber einen großen Wunsch nach mehr Flexibilität und Selbstbestimmung im Job. Jeweils mehr als die Hälfte der Österreicher möchte mehr Autonomie bei der Bestimmung der Arbeitszeiten (52 %) und „ohne Anweisungen von oben“ arbeiten (46 %).

Das bestätigt auch Marianne, 34, die in der Finanzbranche tätig ist: „Dass ich für meine Kunden erreichbar bin, ist essentiell. Das ist klar. Was ich mir trotzdem wünsche, ist, dass es öfter mal okay ist, von unterwegs zu arbeiten. Gerade wenn ich an Präsentationen arbeite, ist es einerlei, wo ich gerade physisch bin.“

Chef-Sein lernen

Trotz der guten Noten, die die Österreicherinnen und Österreicher ihren Chefs in vielen Bereichen geben, gibt’s bei der Mitarbeiterführung klaren Nachholbedarf. Vor allem bei persönlichen Förderungen durch den Chef hapert es derzeit noch. Gerade einmal 29 % der Arbeitnehmer fühlen sich von ihrem Vorgesetzten im beruflichen Vorankommen unterstützt und lediglich 35 % meinen, dass ihre Kreativität durch den Vorgesetzten ausreichend gefördert wird.

Außerdem besteht akuter Nachholbedarf beim Know-how der Vorgesetzten. Nur knapp über die Hälfte der Befragten (51 %) sind sie der Meinung, dass ihr Chef über das nötige Fachwissen verfügt, um sie zu führen. Auch bei der Motivation der eigenen Mitarbeiter müssen die Vorgesetzten noch üben – gerade einmal 4 von 10 der Befragten fühlen sich vom Chef ausreichend motiviert.



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Über die Studie
Die Studienergebnisse hat XING in einer Broschüre zusammengefasst: „Neue Arbeitswelt. Neue Führungskultur. Die große XING Arbeitnehmerstudie für Österreich.“, diese kann hier heruntergeladen werden.

 

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