5 Fragen an Jens Portmann von Zum goldenen Hirschen

Warum die Anwesenheitspflicht für ihn ein „Oldie“ ist, er gerne Obstbauer geworden wäre und was die „hirschige“ Unternehmenskultur ausmacht, verrät uns heute Jens Portmann im New Work-Kurzinterview. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberbewertungsportal kununu befragen wir auf XING spielraum regelmäßig Experten, deren Unternehmen als Arbeitgeber überdurchschnittlich gut bewertet werden – wie die Kreativschmiede Zum goldenen Hirschen, deren Standort Hamburg Dammtor Jens Portmann gemeinsam mit Axel Zimny leitet.

Meine persönliche Übersetzung von “New Work“ : …

Zu New Work gehören für mich persönlich vier Aspekte: Erstens die vielbeschworene „Work-Life-Balance“ – bei Zum goldenen Hirschen verstehen wir darunter allerdings nicht ausschließlich, Zeit für das Privatleben zu schaffen, sondern wir legen auch besonderes Augenmerk darauf, schon die Arbeitszeit (denn diese können wir als Arbeitgeber noch am ehesten mit beeinflussen) als Quality Time zu gestalten. Genauso, wie man es mit seiner Freizeit ja auch tun sollte. Zweitens gehört für mich zu New Work, gemeinsam mit den Mitarbeitern eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der sie sich wohlfühlen, gerne zur Arbeit kommen und motiviert bei der Sache sind. Sie bringen Inspiration von außen für eine bessere Arbeitsatmosphäre mit ein und sind dazu angehalten, die Räumlichkeiten und Gegebenheiten zu verbessern und zu verändern. Wenn beispielsweise jemand eine gute Idee hat, welche arbeitsplatztauglichen Sportmaßnahmen ausprobiert werden könnten, wird im Team entschieden, ob die Investition einen Mehrwert für alle bringt.

Ein weiterer maßgeblicher Faktor meines Verständnisses als Führungskraft eines „New Work“-Unternehmens ist ein kooperativer Führungsstil. Ich verstehe mich weniger als Chef und vielmehr als Coach. Ich versuche, Top-down-Befehle zu vermeiden und heiße es sehr willkommen, wenn meine Kollegen ihre Projekte und Lösungen weitgehend selbst erarbeiten, mich als Sparringspartner ins Boot holen und um Rat fragen, wenn sie ihn brauchen. Das setzt natürlich ein großes beidseitiges Vertrauensverhältnis voraus, das einhergeht mit dem nächsten Punkt: Die individuelle Entwicklung jedes Mitarbeiters. Dafür muss man sein Team sehr gut kennen, sowohl die Stärken als auch die Schwächen jedes Einzelnen. Man muss gut dosiert fördern und fordern, damit auch eine stete Weiterentwicklung stattfinden kann. Das funktioniert nur, wenn man im ständigen Austausch ist und es als gemeinsame Aufgabe betrachtet.

Wenn ich an mein Unternehmen denke, was ist dort ehrlicherweise eher „Old Work“?

Als Oldie kann man sicher noch die Anwesenheitspflicht bezeichnen. Es wird zukünftig noch stärker die produktive als nur die reine Präsenszeit zählen. Wir arbeiten noch an einem funktionierenden, flexiblen Arbeitsmodell, welches die effektive Arbeitszeit in den Fokus stellt. Aktuell versuchen wir uns schon daran, indem wir Möglichkeiten geben, die Arbeitszeit am Freitag flexibel zu gestalten, sobald anliegende Jobs erledigt sind. Wir setzen auch hier auf schlaue Ideen unserer Kollegen zu einer effizienten Herangehensweise.

So will ich auf keinen Fall werden! Das denke ich, wenn ich an folgende Eigenheiten meiner früheren Chefs denke:

Am unangenehmsten ist für mich ein unberechenbarer Chef, sowohl fachlich als auch sozial. Nichts verunsichert so sehr wie die Unsicherheit darüber, wo man steht, was erwartet wird und in welcher Stimmung sich der Vorgesetzte befindet. Und diese Unsicherheit hemmt, lähmt sogar. Unmöglich unter diesen Voraussetzungen gute Leistungen zu erbringen. Fairness und Transparenz sind das A und O. Ich halte die Kollegen soweit wie möglich über unternehmensrelevante Belange auf dem Laufenden, habe immer eine offene Tür und gebe laufend Feedback, sowohl positiv als auch negativ. Schließlich ist es doch in jeglicher zwischenmenschlichen Beziehung so, dass eine fortlaufende Kommunikation Missverständnisse vermeidet und Vertrauen stärkt.

 Mein Traumberuf, wenn ich nicht Geschäftsführer Beratung wäre: …

Da man bei der Wahl seines Traumberufs seiner Leidenschaft folgt, wäre eine Alternative wohl Obstbauer gewesen! Ich liebe die Gartenarbeit, kann dabei gut abschalten und finde es toll, wenn ich sehe, was mit viel Geduld und Hingabe entstehen kann. Nach und nach wächst das, was man im Frühjahr angepflanzt hat und mit viel Pflege kann man spätestens im Herbst das Ergebnis dieser Arbeit ernten. Und diese Erfolge genieße ich ganz besonders! Könnte nur sein, dass mir die Menschen und die Abwechslung fehlen würden. Es ist also ganz gut, dass ich meinen Masterplan verfolgt habe!

Zeitreise ins Jahr 2025: In 10 Jahren wird …. ein echter Traumberuf sein.

Ich wünsche mir natürlich, dass (auch) in 10 Jahren die Arbeit in einer Agentur ein Traumberuf ist! Auch hier bedeutet das: genug Freiraum zu haben, um seiner Leidenschaft zu folgen. Das funktioniert meiner Meinung nach am besten, wenn wir uns abseits von Kostendruck wieder auf die wesentlichen Stärken unserer Arbeit konzentrieren. Dazu gehören vor allem Kreativität und Innovationskraft, mithilfe derer wir Kunden Lösungen anbieten, auf die beide Seiten stolz sein können. Ich denke, dass auch hier der Begriff New Work wichtig ist – denn mehr Vertrauen und Spaß beim Arbeiten bringen eben auch Ergebnisse, die Spaß machen.


Über Jens Portmann

portmannJens Portmann studierte Kommunikationswissenschaft in Essen. Nach verschiedenen Stationen in Agenturen u.a. als Unitleiter bei Springer & Jacoby wechselte er im April 2012 zu Zum goldenen Hirschen Hamburg, wo er gemeinsam mit Axel Zimny die Leitung des Hamburger Dammtor Standortes übernahm. Unter seiner Führung wurden die Etats von Kunden wie nutella, Kinder Überraschung, duplo, HanseMerkur, Computer BILD und Auto BILD gewonnen.

 

 

Erfolg-fr-Hirschen-Group-70700Über New Work bei Zum goldenen Hirschen

Mit einer Bewertung von 4,43 Punkten auf kununu.com belegt Zum goldenen Hirschen Hamburg Dammtor den 3. Platz in den TOP 10 Arbeitgebern in der Branche Marketing/Werbung/ PR in Deutschland. Ein Erfolg, über den sich das ganze Team freut, denn Kollegialität und ein angenehmes Arbeitsklima sind Teamwork.

Die Agentur Zum goldenen Hirschen ist mit acht eigenständigen Standorten in sieben deutschen Städten und Wien dezentral aufgestellt. Die Standorte agieren als unternehmerisch und organisatorisch eigenständige Einheiten, die jedoch alle über die Agenturmarke Zum goldenen Hirschen und die damit einhergehende hirschige Kultur verbunden sind.

Die überschaubare Größe der einzelnen Einheiten macht flexible und individuelle Modelle für Arbeitszeiten, Teamstrukturen und Arbeitsabläufe möglich. Insgesamt findet sich so ein breites Portfolio an Arbeitszeitmodellen – nicht nur für Eltern, Auszeiten, Weiterbildung, Home Office-Nutzung, etc. um die Mitarbeiter in ihrer jeweiligen Lebensphase zu unterstützen und gleichzeitig den Anforderungen des Agentur-Alltags gerecht zu werden. Insgesamt wird großer Wert darauf gelegt, dass sich alle in ihrer Zeit am Arbeitsplatz wohlfühlen. Das Leben in der Agentur aktiv mitzugestalten, liegt daher in der Hand aller Mitarbeiter.

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