Pro & Kontra: Hunde im Büro

Auf den Hund gekommen: Gleich zwei Aktionstage feiern im Juni das Phänomen Büro-Hund, der deutsche “Kollege Hund”-Tag am 25. Juni 2015 und der internationale „Take your dog to work day“ am 26. Juni 2015. Darin spiegelt sich ein Trend: Immer mehr Berufstätige bringen ihren Vierbeiner mit ins Büro. Dabei gibt es keine gesetzliche Grundlage; ob der Hund mit zur Arbeit kommen darf, hängt vom Arbeitgeber ab – und von den Kollegen. Und diese sind mal mehr, mal weniger begeistert von „Kollege Hund“.

So auch unsere Diskutanten: Auf der Pro-Seite steht Marc-Schwieger, Chef der Hamburger Digitalagentur PUSHH, die aktuell gleich mehrere Bürohunde beherbergt. Einen davon – Sally – hat er nach seiner Sicht der Dinge befragt. Auf der Kontra-Seite steht Steffen Höpfinger, Executive Director Digital  & Brand Recruitment beim Traditionsunternehmen Yves Rocher. Er kann sich Hunde dort nicht vorstellen – und hat seine Gründe.

Im Rahmen unserer „Pro & Kontra“-Reihe stellen wir regelmäßig ein Thema aus dem Spannungsfeld „Arbeiten und Leben“ zur Diskussion. Diskutieren Sie mit – in unserer Gruppe „Arbeit.Zeit.Leben“.

Pro

marc-schwieger-foto.256x256

Marc-Schwieger, Chef der Hamburger Digitalagentur PUSHH

Von Marc Schwieger
„Generation Wau – Hunde gehören ins Büro.“ 

Im Gespräch mit Jack-Russel-Terrier Sally, zwölf Jahre, erklärt Agenturchef Marc Schwieger, warum.

Sally ist eine von 20 Kollegen bei PUSHH. Wir sind eine Agentur für digitale Konsumwelten in Hamburg. Für Spielraum habe ich mit Sally über ihre Rolle bei uns im Team gesprochen.  Das Wichtigste habe ich übersetzt und zusammengefasst.

Sally, ich darf dich doch duzen, oder?

Sally: Klar, hier duzen sich alle. Aber das ist das erste Mal, dass mich einer vorher fragt.

Seit wann bist Du denn in Büros?

Ich bin schon seit Jahren berufstätig. Und hier bin ich von Anfang an dabei. Ich bin CFD bei PUSHH.

Okay, und was ist ein CFD, Chief F…?

Co-Founding Dog.

Ah, alles klar. Und was genau macht ein Co-Founding Dog so den ganzen Tag?

Na ja, ich bin hier Mädchen für alles. Bin quasi überall und nirgends: Ich liege im Körbchen am Fenster. Oder im Konfi auf dem Sofa. Oder ich sitze bei vereinzelten Kollegen auf dem Schoß. Man ist halt da, wo man gebraucht wird.

Das klingt jetzt aber nicht nach einer wirklich verantwortungsvollen … äh…Tätigkeit.

IMG_0482-14(Sally gähnt demonstrativ und guckt genervt aus dem Fenster)

Klar, die Frage musste ja kommen! Was ich mache sieht nur aus wie Dösen. Ist aber eine genau geplante und vor allem sehr effektive Geschichte. Ich bin Teil eines komplexen Systems von geben und nehmen, von machen und machen lassen.

Kannst Du das ein bisschen konkreter erläutern?

Meine Kollegen im Valley nennen das Active Relaxation Management. Dient in erster Linie dazu, dass alle anderen im Team sich ebenfalls ein bisschen entspannen. Die Kreativen sind ja manchmal etwas überdreht. Ich bringe sie wieder runter. Und dann gibt es natürlich noch Notfallsituationen. Da kommt es dann vor allem auf Erfahrung an.

Was für Situationen sind das dann?

Meistens will irgendein Kunde plötzlich irgendetwas, was er schon hat oder gar nicht braucht. Dann ist die Aufregung groß und ich muss einspringen.

Du musst einspringen? Wie genau?

Ich springe die Tür zum Konfi auf und schaue niedlich. Ungefähr so.

(Sally legt den Kopf auf die Seite und blickt unwiderstehlich)

Dann entsteht eine Pause, alle beruhigen sich wieder und meine Kollegen können sich überlegen, was sie als nächstes tun. Alles eine Frage des Timings.

Manche sagen, Hunde im Büro seien eine Modeerscheinung. Wie Fahrräder ohne Gangschaltung oder Männer mit Bart. Was meinst Du dazu?

Hunde waren schon im Büro bevor es Büros gab. Und wir waren im Weltall noch bevor die Menschen es waren. Ich mache mir um unsere Zukunft keine Sorgen.

Und was machst Du, wenn jemand keine Hunde mag?

Das ist mir ziemlich egal. Ich mag ja auch nicht alle Menschen. Wichtig ist bei uns nur, ob jemand seinen Teil dazu beiträgt, dass die Arbeit Spaß bringt und gut wird. Egal ob Hund oder Mensch.

Eine Frage zum Schluss: Arbeitest Du auch von zuhause aus?

Nein, nie. Home Office ist was für Katzen.

Kontra

Steffen Höpfinger, Executive Director Digital & Brand Recruitment, Yves Rocher

Von Steffen Höpfinger
Bei uns standen Hunde im Büro nie zur Diskussion. Es hat einfach nie jemand danach gefragt. Das liegt sicher auch daran, dass unser Büro wohl kaum ein ideales Umfeld für einen Hund bietet: Wir sitzen in einem klassischen Bürogebäude, in einem großen, in sich geschlossenen Gebäudekomplex, der komplett mit Teppich ausgelegt ist. Hier kann ich mir Hunde nicht wirklich vorstellen. Mal davon abgesehen, dass ich allergisch gegen Hundehaare bin, ist das ja auch eine Frage der Hygiene: Hundehaare und Teppich sind keine ideale Kombination.

Dabei sehe ich durchaus die Vorteile, gerade im pädagogischen oder therapeutischen Bereich. Meine Kinder beispielsweise haben in der Schule einen Klassenhund, um den sich die Schüler gemeinsam kümmern und finden das super. Dass ein Hund für Entspannung sorgt, den Mitarbeitern hilft, zwischendurch mal abzuschalten, Kreativität und das Betriebsklima fördert, all das glaube ich gern – aber das Umfeld muss doch auch zum Tier passen! Und ich finde, man sollte immer abwägen zwischen dem Mehrwert für die Mitarbeiter und dem möglichen Konfliktpotential. Klar, für viele ist die Erlaubnis, den Hund mit zur Arbeit zu bringen, ein echter Mehrwert, eine Zusatzleistung des Arbeitgebers, vergleichbar mit einer betrieblichen Kindertagesstätte. Aber als Arbeitgeber gilt es auch die Meinung der übrigen Kollegen mit einzubeziehen: hierzu zähle ich im Besonderen  Allergiker und Personen, die Angst vor Hunden haben und die sich somit gestört bzw. unwohl fühlen.

In meinem Bekanntenkreis habe ich beides: Leute, die ihre vierbeinigen Kollegen nicht so toll finden – sie stören, vor allem die Haare und der Geruch (Stichwort: nasser Hund) – als auch Leute, die nur gute Erfahrungen gemacht haben. Bezeichnenderweise arbeiten diese zum Großteil in Agenturen, in kreativen Umfeldern und offenen Büros, wo sie jederzeit zum Gassi-gehen raus können. Womit wir wieder beim Thema wären: Es muss eben nicht nur der Hund ins Büro passen, sondern auch das Büro zum Hund! Wenn das Umfeld stimmt, wenn die Vorteile überwiegen, habe ich nichts dagegen.

Working@XING:Dogs (not only) allowed

25 Kommentare

Ernst Sturm

26.06.2015

Ich bin oft auf Kundenbesuch. Ist ein Hund im Büro, kommt auf mich zu, schnüffelt sofort mit der nassen Schnauze an mir, versaut meine Kleider, schnüffelt mit seiner Schnauze, mit der er gerade vorher seinen Penis abgeschleckt hat (sind die Hundebesitzer blind) an meinen Händen die meine Tasche tragen. EKELIG!!! Hunde im Büro??? EKELIG!!!
Seit kurzem gehe ich in kein Büro mehr in dem ein Hund ist, bzw verlasse es sofort.

Ralf Ehlers

26.06.2015

Ich selbst mag Hunde /Tiere sehr gern, aber schon mal an Allergiker gedacht…
Das Nächste sind dann Katzen, Vögel und wer weiß was noch.
Übrigens kann so etwas auch Kunden abschrecken!

Emil Varus

26.06.2015

Wir haben ebenfalls Hunde im Büro und in meinen Augen ist auch die Erziehung ein sehr wichtiger Bestandteil eines guten Zusammenlebens.

Ich gehe vorerst auf den Kommentar von Herrn Sturm ein.
Hunde sollten natürlich nicht jeden direkt begrüßen gehen oder abschlecken. Man hat den Besuch, egal ob Lieferant oder Kunde, im Vorfeld zu fragen ob dies erwünscht ist. So lassen sich unangenehme Situationen vermeinen.
Aufgrund eines Hundes einen Kunden nicht mehr zu besuchen halte ich für übertrieben, da man hier auch klar sagen kann, dass man das nicht möchte. Das schreckt den Kunden mit Hund auch nicht mehr ab als das sofortige Verlassen, was wirtschaftlich gesehen sehr auffällig und unpassend ist und vielleicht sogar zum Verlust des Kunden führt. Man könnte eine Hundeallergie vorschieben, wenn man eine Begründung nennen möchte.

Meiner Meinung nach verhält es sich wie folgt.
Den Hund mit ins Büro zu nehmen ist für den AN ein absoluter Mehrwert und auch für den AG. Der Mitarbeiter ist zeitlich nicht mehr daran gebunden zu einer bestimmten Zeit zuhause sein zu müssen oder eine Pension oder Dogsitter zu beauftragen, bei der man dann nicht weiß ob es dem Hund dort besser geht. Selbstverständlich muss auch das Büro passen und die Kollegen müssen Verständnis haben. Daher sollte man hier langsam vorgehen und beide Parteien erst einmal miteinander bekannt machen. Der Hund muss Verhaltensregeln erlernen. Ich persönlich mag es nicht, wenn mein Hund im Büro herumstreunt und hier und da mal ein Leckerchen bekommt.

Vor allem bei einem Büro mit Teppich sollte der Besitzer darauf achten, dass der Hund nach einem Spaziergang entsprechen sauber ist und ihn ggf. reinigen. Auch bei Fliesen o.ä. finde ich diese Maßnahme sinnvoll. Ein paar alte Handtücher dienen diesem Zweck dann sehr gut, diese kann man dann zuhause waschen und vermeidet somit Flecken.

Auch die Gesundheit der Mitarbeiter wird dadurch gefördert. Die Entspannung, die Hunde fördern, führt zur Senkung des Blutdrucks, die Mitarbeiter gehen z.T. gemeinsam spazieren und erhalten Bewegung und frische Luft. Außerdem wird das Teamgefüge dadurch positiv beeinflusst.

Mit ein paar Regeln und ein wenig Disziplin, sowie dem wohlgesonnen sein der Mitarbeiter und des Chefs, entsteht eine tolle und kreative Atmosphäre.

Wolfgang Dolezal

26.06.2015

Tragen Sie auch medizinische Handschuhe, wenn Sie anderen Leuten die Hand schütteln? Oder vergewissern Sie sich, wo die Hand vorher war?

Carsten Haueis

26.06.2015

Für mich gehören Hunde ins Büro! Sie sind Ruhepol, Ausgleich und einfach die gute Seele.

Bezüglich diverse Haare und Flecken kann man viel diskutieren, aber wir Menschen sollten uns erst einmal übelegen, was wir für Spuren überall hinterlassen – vollkommen ohne liebenswert Art.

Fazit: Hunde bringen Lebendigkeit ins Büro.

Ina Janssen

26.06.2015

Herr Sturm! Es gibt viele Menschen, die sich nach ihrem Toilettengang nicht die Hände waschen und dann ohne Hemmungen dem nächsten Bekannten, den sie treffen, die Hand geben. Das ist EKELIG!
Zudem hier noch ein interessanter Artikel über Hundespeichel http://www.wienerzeitung.at/themen_chann…-in-Wunden.html

Marc

26.06.2015

Kollegen sind schon schlimm genug ;-), Hunde (Katzen, Vögel, Ratten, …) sind Asi

Bernd Schumann

26.06.2015

Ohne Hund im Büro, für mich nicht vorstellbar. Mein Gustl (Havaneser) ist aber auch der Liebling meiner Kundschaft. Manche Stammkunden bringen Gustl auch mal ein Leckerli mit und er bekommt von der Kundschaft und den Mitarbeitern täglich seine Streicheleinheiten. Und wenn Gustl seine Kunststücke zeigt, sind die Kunden begeistert, freuen sich und haben eine schöne Erinnerung an ihre Autovermietung.
Danke an Gustl, er hat versteht es wie man Kundenbindung realisieren kann.

Brunnenwasser

26.06.2015

Hunde sind aus hygienischen Gründen nur etwas für die Menschen, die sie auch halten. Die feuchte Schnauze hat nichts an meinen Klamotten verloren, und auch nicht an den Händen meiner Gesprächspartner (es sei denn sie sind danach gewaschen worden). Auch sollte man sich 2x überlegen wo man sich hinsetzt, das gilt sowhl für das Büro als auch für die Wohnungen von Hundehaltern.
Repektiert es liebe Hundehalter, dahinter stecken keine eingebildeten Krankheiten und auch kein Hass gegen Hunde. Es sind 2 Seiten der selben Medaille. Ein Unternehmen das schon in der Stellenanzeige mit Hundefreundlichkeit wird, bekommt dann halt keine Bewerbung von mir.

Astrid

26.06.2015

Stellen Sie sich doch mal spaßeshalber in den Vorraum einer Toilette (ob jetzt öffentlich oder im einem Büro ist dabei völlig egal) und beobachten Sie ganz still, wie viele Personen sich nach ihrem Toilettengang die Hände waschen. Die gleichen Hände, die man Ihnen zur Begrüßung oder zum Abschied schüttelt. ; ) Ob Hunde eklig sind – im Büro oder woanders – darf jeder selbst entscheiden; aber wir Menschen sind da oftmals nicht viel besser…

Gast

26.06.2015

Aber die Türklinken, die auch die Menschen in die Hand nehmen, die sich selbige nach dem Toilettengang nicht gewaschen haben, betätigen sie schon noch?

Lange

26.06.2015

Wir haben seit Jahren unsere Hunde im Büro und in der Firma inkl. Produktionsbetrieb. Wir stellen auch nur Angestellte ein, die mit Hunden auskommen inkl. der Lehrlinge. Unsere Hunde begleiten in die Pause und sonst auch manchesmal. Ich als 100% Aktionär der Amstutz Storenfabrik AG (www.amstutzstoren.ch) haben unsere Hunde auch auf der Homepage. Es sind ausgebildete Begleit- und Suchhunde. Diese reagieren wie wir es wünschen. Wenn ein Besucher kommt, wird der nicht beschnüffelt. Dies geschieht erst nach Klärung. Ansonsten dienen die Hunde auch der Lockerung im Arbeitsverhältnis in der Firma. Zwischendurch müssen auch unsere Angestellten die Hunde zu Wasserlassen begleiten etc. In der Schweiz muss jeder Hund ausgebildet werden und auch eine Abnahme erhalten. Wir haben uns das zum Hobby gemacht und deshalb funktioniert es bestens.

Ein interessanter Nebeneffekt ist auch, dass seit über 4 Jahren nicht mehr eingebrochen wurde, obwohl die Hunde gar nicht vor Ort bleiben und mit nach Hause fahren am Abend. Ergänzend auch ein sicheres Gefühl im Empfang, da dort auch zwischendurch Produkte gegen Bargeld ausgegeben werden. Thema Kasse und Überfall.
Unsere Mitarbeiter sind sehr zufrieden mit der Lösung.

Auch als ich früher noch angestellt war habe ich meinen Hund immer mit im Büro und auch Baustellentermine dabei gehabt. Dies international jedoch nicht in UK.

Ich kann aber auch nachvollziehen, dass es in Bereichen mit speziellen Reiheitszonen nicht geht. Hinzu kommt natürlich auch was es für ein Hund und Rasse ist.

Hanseat

26.06.2015

Solange das Tier nicht im Weg rumliegt und niemanden belästigt, warum sollte es nicht mit ins Büro dürfen? Abgesehen von wenigen Ausnahmen gäbe es bei uns genügend Möglichkeiten, Hunde abzulegen, ohne dass sie stören.

Die generelle Anti-Hund-Haltung kann ich hingegen nicht verstehen. Solange der Halter darauf achtet, dass der Hund nicht jeden „begrüßt“ (in welcher Form auch immer) und die Räumlichkeiten sauber sind, wo ist das Problem?

Markus Beyer

26.06.2015

Natürlich gehören Hunde ins Büro!

Hier ein kleines Fakten-Video zu den Vorteilen: http://bv-bürohund.de/startseite/buerohund-tag-2015/

Fakt: Hunde sind ein möglicher Weg um gegen die Diagnosegruppe „Psychische und Verhaltensstörungen“ die die Erkrankungsgruppe Depression und Burnout enthält, anzukämpfen.

Als Erinnerung: diese Erkrankung führt oft zu unermesslichem Leid bei den Betroffenen und seiner Umgebung, verursacht rund 12 Milliarden Euro volkswirtschaftlichen Schaden jedes Jahr und kostet in allen Phasen des Erkrankungsbildes das Unternehmen je erkranktem Mitarbeiter bis zu 125.000 Euro.

Das Dilemma: Manche Menschen fühlen sich gestört, haben Angst oder eine Allergie.

Das Ziel muss sein, dass die beteiligten Gruppen (Mitarbeiter, Unternehmen und Hunde) eine für alle möglichst optimalen Weg der Zusammenarbeit finden.

Natürlich kann man sich über Haare am Anzug ärgern – die Chance zur Verhinderung einer arbeitsbedingten depressiven Erkrankung ist jedoch – so meine Wertewelt – deutlich wichtiger.

Markus Beyer – Gründer und ehrenamtlicher Vorsitzender Bundesverband Bürohund e.V.

Gabriele

26.06.2015

In unserem Büro tummeln sich 2 Hunde und 5 Katzen, manchmal ergänzt von Gast- oder Pflegehunden. Für mich als Mitarbeiterin ist es ein absoluter Mehrwert! Die Vereinbarkeit von feuchtnasiger Familie und Beruf ist hier kein Thema. Wir haben allerdings auch in unserem BackOffice weder Teppiche noch Publikumsverkehr. Ich persönlich finde manche Menschen weit unangenehmer als Hunde, was allerdings wenig damit zu tun hat wer vorher wo dran geleckt hat ;-)
UND: Ich verstehe und respektiere den Wunsch meiner zweibeinigen Artgenossen, wenn diese keinen tierischen Kontakt wünschen. Mein Hund ist nicht dazu da, die Menschheit zu missionieren. Ich mag ihn, er mag mich – im Zweifel reicht uns das. Respekt und Rücksichtnahme helfen, wie so oft, auch in dieser Frage weiter. Redet miteinander, dann klappt´s auch mit dem Hunde- äh Händewaschen ;-)

Agathe

26.06.2015

Die einen finden’s eklig, die anderen essentiell. Ich persönlich finde es ekliger, Menschen die Hand zu geben, die sich nach dem WC-Gang nicht die Hände waschen, oder wenn Arbeitskollegen mit fiebrigen Erkältungen ins Büro kommen, statt zu Hause zu bleiben.
Mein Hund ist im Büro bei mir, ich finde es nicht wirklich sinnvoll, wenn er sich frei im Büro bewegt, eben weil es Menschen gibt, die keine Freude an Hunden haben und ich möchte nicht, dass mein Hund diese belästigen geht.
Wie hier schon gesagt wurde: ein gewisses Mas an Grunderziehung sollte vorhanden sein und als Hundehalter sollte man seinen Hund immer bei sich haben um unangenehme Vorkommnisse zu verhindern.

Molly Wauz

26.06.2015

Hunde sind auch nur Menschen
Der Hund an sich ist doch schon Bestandteil unserer Gesellschaft. Wie kann ich dann darauf bestehen, ihn auszugrenzen. Klar Allergiler können sich damit einfach nicht auseinander setzen, aber haben Allergien nicht u. A. die Entstehungsgeschichte eines zu wenig belasteten Immunsystemes?
Und Menschen die Angst haben sollten sich mit ihren Ängsten auseinander setzen und nicht Rücksicht von ihrer Umwelt fordern. Oder verlangt jemand, das es keine Flüge mehr gibt, weil er Flugangst hat? Und was ist mit Rauchern? Nehmen die Rücksicht? Riechen die gut?
Gutes Benehmen und gepflegtes Erscheinungsbild im Büro ist immer Pflicht, auch bei Hunden.

Jürgen

26.06.2015

leider ist es so, dass die hunde nicht vermenschen, sondern die menschen verhunden. es ist völlig übertrieben. wer einen haben will weil er schwierigkeiten hat mit menschen zu reden, okay, ich möchte es aber nicht.

Silvia

26.06.2015

Seit ca. zwei Jahren besitzen wir einen Hund welcher von Anfang mit in unsere Firma genommen wird.
Wir haben ausschließlich positive Erfahrungen gemacht, das Betriebsklima hat sich wesentlich verbessert.
Natürlich gehört ein grobes Maß Erziehung dazu, welche immer wieder wiederholt werden muss.
Kunden – & Lieferantenbesuche, und somit auch das geschäftliche, haben unter der Anwesenheit des Hundes keinen Nachteil erfahren.
Im übrigen sollte beachtet werden das auch Hunde ein Maß von Hygiene brauchen. So können auch Krankheiten von Menschen auf den Hund übertragen werden, z.B. Schnupfen. Wer denkt eigentlich mal darüber nach das auch Tiere geschützt werden müssen? Es reicht nicht wenn nur gelegentlich eine Wurmkur durchführt wird. Im Interesse des Hundes sollte dieses einmal monatlich erfolgen. Ich habe nichts gegen eine Dikussion bezüglich Hygiene, aber bitte dann auch sachlich fundiert.

Amon

27.06.2015

Einige Jahre, wo ich in einen großen Einzelhandelsgeschäft gearbeitet habe, hatten wir auch einen Hund im Büro, eine Hündin! Sie hieß Lea und war eine schwarze Labradorhündin und nach kürzester Zeit meine beste Freundin. Und es war immer schön, wenn Sie da war. Wenn es zum Gassi gehen war, kam sie zu mir, stubste mich an mit ihrer Schnauze, du es ist soweit. Dann kam ihre Pfote und sie sah mir tief in die Augen. Half das alles noch nichts, dann umarmte sie mich, bis ich eben mit ihr rausging! So war sie eben, unsere Lea. Und unserer Chefin war es recht, das wir uns um Lea kümmerten. Ein Kollege kam dann auch auf dem Hund und brachte diesen mit und eine andere Kollegin hatte die Schwester von Lea. Also war dann immer was los. Heute muss ich sagen, es war schön und ein Hund bremst einen ein oder tröstet. Die Liebe, welche man dem Tier gibt, bekommt man doppelt und dreifach zurück. Egal, ob Katze Hund oder ein kleiner Hamster. Sie spüren genau, wer sie mag oder nicht! Und sie sind die besten und ehrlichsten Freunde!

Sandy

27.06.2015

Viele, die hier Angst vor nassen Hundeschnauzen und Geruch haben kann ich nur sagen, Wohnungshunde riechen nicht unangenehm. Und Hunde haben keine nasse Schnauze, abgesehen von den großen sabbernden Rassen vielleicht. Ich bin ein absoluter Hundemensch und würde mir einen Arbeitgeber wünschen, der es mir erlauben würde, meinen Vierbeiner mit ins Büro zu nehmen. Dann könnte ich mir endlich wieder einen Hund holen. Aber es stimmt schon, das Büro muss die entsprechenden Möglichkeiten bieten, sonst fühlt sich der Hund oder die Kollegen unbehaglich.

Patrick Weiss

29.06.2015

Wir haben auch einen Büro-Hund. Dieser schaut mich oft mit traurigen Augen an während er den ganzen Tag im Büro hockt (während seine Besitzerin wiedermal draussen in der Pause ist – ohne ihn…). Ich kann schon Hunde zu Hause schlecht nachvollziehen, aber dann einen Abkömmling vom einst stolzen Wolf in einem Bürogebäude ohne einen Funken Natur ausharren zu lassen – das muss nun wirklich nicht sein.

Müller

29.06.2015

Ich habe eine Hundehaarallergie – und für mich sind Hunde im Büro eindeutig eine gesundheitliche Belastung. — Ich arbeite in einem Betrieb (Medien), in dem das Mitbringen von Hunden seit einiger Zeit nicht mehr erlaubt ist. Die Erfahrungen mit den Hunden und den Hundehaltern waren nicht die besten. Es kam sogar zu teilweise gefährlichen Zwischenfällen, weil die Hunde das Büro als ihr Revier angesehen haben, dass von ihnen auch gegen „Eindringlinge“ verteidigt wurde. Und dann natürlich die MAs mit den Allergien und der Angst vor Hunden. Wer schon einmal fast von einem großen Hund angefallen wurde und dann vom Hundehalter die Reaktion hörte: „Ach, der meint es doch nicht so.“, möchte dies nicht häufiger erleben.

Elke V.

10.09.2015

LACH , LOL oder was auch immer !!! Ich liebe Diskusionen aller Art die nur dafür sorgen heiße Lusft zu produktieren. Wer wo und wann seinen Hund dabei hat liegt doch immer am speziellen Moment ! ICH möchte als Hundehalter auch nicht das mein Hund die Hand eines Jeden Fremden leckt…was weiß ich wo diese hand war ?!? Egal welchen Thema wir haben es gibt immer PRO/Kontra aber DAS sollte eben auf vernünftige Weise geklärt werden. Ein Hund mit Manieren ist mir lieber als ein Mensch ohne ! Ein gut aussehender Vertreter aber mit starkem Mundgeruch ist genauso lästig wie ein Hund der hechelnd zu nah am Besucher sitzt. Einfach mal mehr KNIGGE lesen und beherzigen, der UMGANG macht es. Und es gibt echt wichtigere Themen :) :“Katz mog Mäus, I mogs net braten !“ :)

Scheuermann

21.09.2015

Ich bin selber Hundebesitzer von 2 weißen Schäferhunden und einem Border Collie. Arbeite in der Großstadt und lebe aber im ländlichen Bereich. Ich würde mienals meine armen Hunde auf diese ekligen Stadtmenschen loslassen die nicht mal in der Lage sind nach dem Stuhlgang die Toilette zu spülen bzw. sich die Hände danach zu waschen. Und in unserem Stockwert arbeiten nur die heiligen Dipl. Ingineure, Techniker und Zeichner. Zudem der ganze Feinstaub vom Laserdrucker ist auch nicht das gesündeste. Wer also mein das der „Gott“ Mensch so superrein und fein ist und Hunde eklig, … naja.