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Im Wechselbad der Gefühle: Von der ersten Idee bis zur Gründung

Sebastian Tonn hat den Absprung gewagt: Er hat gekündigt und macht sich in Kürze mit seiner eigenen Geschäftsidee selbständig. Im Interview berichtet der ehemalige XING-Mitarbeiter von den Höhen und Tiefen des Sich-Selbstständig-Machens, von dem ungewohnten Gefühl, auf einmal keine „Job-Familie“ mehr zu haben und dem Wechselbad aus Euphorie und Zweifeln.

sebtonn

Neu-Gründer Sebastian Tonn: „Es ist eine große Umgewöhnung, auf einmal keine „Job-Familie“ mehr zu haben“

Erkläre deine Geschäftsidee in drei Sätzen.
Ich werde eine Website launchen mit einer Art „Bildungsangebot“ rund um das Thema „Finanzen“. Ich möchte gerne den Normalbürger in die Lage versetzen, seine Geldanlage/Altersvorsorge selbst in die Hand zu nehmen, damit er nicht mehr darauf angewiesen ist, sein Geld in undurchsichtige Versicherungsprodukte zu stecken oder es auf der Bank „vergammeln“ zu lassen. Das Ganze einfach, anschaulich und kurzweilig. Und einen vierten Satz  muss ich noch hinterher schieben: Mitte des Jahres geht’s los.

Hand aufs Herz: Wie viel Zeit lag zwischen der ersten Idee und deiner Kündigung?
Ich weiß es nicht mehr ganz genau. Aber es waren viele, viele Monate! Der Entscheidungsprozess lief im täglichen Wechsel. An einem Morgen bin ich aufgewacht und dachte: Ich mache das auf jeden Fall! Am nächsten Morgen das genaue Gegenteil: Das kannst du nicht bringen – du hast ja eigentlich alles in deinem Job.
Dass mir mein damaliger Job Spaß gemacht hat, machte es nicht unbedingt leichter.  Trotzdem wusste ich eigentlich schon immer, dass ich noch einmal etwas Eigenes machen werde.

Gibt es so etwas wie einen perfekten Zeitpunkt für die Realisierung einer eigenen Business-Idee? Warum war es bei dir gerade dieser Zeitpunkt?
Nein, den perfekten Zeitpunkt gibt es nie! Ich glaube, man muss da ein bisschen mehr seinem Bauchgefühl vertrauen. Rein rational betrachtet gibt es tausend Gründe dafür und dagegen – und der richtige Zeitpunkt ist nur einer davon.
Andererseits finde ich, dass man im Leben nicht zu lange warten sollte mit dem Gründen. In jüngeren Jahren hat man noch eine gewisse Naivität – das macht den Schritt in die Selbständigkeit manchmal leichter. Je älter man wird, desto mehr wägt man ab. Das muss ja nicht schlecht sein. Es kann aber auch schnell dazu führen, dass man den Schritt dann doch nicht geht.

Was haben deine Freunde und Familie 
zu deiner Entscheidung gesagt?
Das ist nicht meine erste Selbständigkeit – insofern haben das alle in meinem Umfeld schon einmal  mitgemacht. Bei meiner ersten Gründung – direkt nach dem Studium als Franchisenehmer einer Gastro-Kette – schlug mir nicht unbedingt nur Begeisterung entgegen. Meine Eltern waren damals sehr, sehr skeptisch. Für viele war es nicht nachzuvollziehen, dass ich mich nach einem recht zielgerichteten Ausbildungsweg – BWL-Studium, diverse Auslandaufenthalte und was halt so alles dazu gehört – nicht für einen klassischen Karriereweg entschieden habe. Das ist aber auch schon ein paar Jahre her und ich glaube, dass die Leute diesbezüglich heute offener sind und das Gründen von etwas Eigenem mittlerweile höher angesehen wird.

Wie ging es weiter?
Am Anfang stand bei mir die totale Euphorie. Man hat eine Idee im Kopf und ist felsenfest der Meinung: DAS ist es! Dann fängt man an zu googeln – und Ernüchterung macht sich breit. Oft gibt’s die Idee schon, es herrscht zu starke Konkurrenz oder es braucht kein Mensch usw. Aber dann kommt wieder die Naivität von vorhin ins Spiel. Man muss einfach an das glauben, was man macht! Und genau das ist es auch, was einen so manchen Rückschlag überstehen lässt – und davon gibt’s viele. Was für mich übrigens mit das Schwierigste war: Ich habe jahrelang mit super Kollegen in tollen Teams zusammengearbeitet. Auf einmal saß ich ganz alleine an meinem Projekt. Es ist eine große Umgewöhnung, auf einmal keine „Job-Familie“ mehr zu haben, mit denen man Freud und Leid teilen kann. Den fachlichen und menschlichen Austausch – den muss man sich dann aktiv organisieren. Dafür gibt es aber super Orte, in Hamburg z. B. das betahaus.

Hattest du einen Plan? Und falls ja, ging der bisher einigermaßen auf? Wo musstest du abweichen?
Ich hatte zwei Projekte, als ich gestartet bin. Ein offizielles, was ziemlich durchdacht war – mit Businessplan und allem Drum und Dran. Und ein zweites, welches erst mal nur als reines Buch-Projekt gedacht war. Beim Schreiben habe ich dann gemerkt, dass ich aus dem Buch-Thema noch viel mehr machen kann. Daraufhin habe ich das erste Projekt auf Eis gelegt und mich nur noch dem zweiten gewidmet. Mit anderen Worten: Ich hatte für das zweite Projekt zu Anfang überhaupt keinen Plan. Aber ich hatte eine Vision! Ich glaube, manchmal ist eine Vision wichtiger als alles kleinteilig zu planen und dann Gefahr zu laufen, zu unflexibel zu werden. Wichtig ist, dass man zwischendurch immer mal wieder reflektiert, ob das Ganze in die richtige Richtung geht. Und damit ich den Überblick behalte, habe ich natürlich mittlerweile einen Projektplan. Wenn ich diesen nicht halbwegs up-to-date halte, schlafe ich schlecht!

Umfragen zufolge hält vor allem die fehlende finanzielle Sicherheit die Leute von der Selbständigkeit ab. Wie ist es bei dir: Kannst du nachts noch ruhig schlafen?
Glücklicherweise bekomme ich Gründungszuschuss und habe auch nicht so hohe finanzielle Verpflichtungen. Und meine Investition ist überschaubar. Auch wenn es nicht die akute Geldnot ist, die mich vom Schlaf abhält – ich mache mir schon viele Gedanken um mein Projekt, gerne auch nachts zwischen drei und fünf Uhr. Das ist aber glaube ich auch normal, wenn man mit Leib und Seele dabei ist.

Es wird ja viel über die schlechten Rahmenbedingungen in Deutschland für Gründer gemosert. Wie hast du das erlebt? Ist Deutschland schlechtes Pflaster für Gründer?
Ich glaube, für kapitalintensive Gründungen ist es nach wie vor sehr schwierig, an Geld zu kommen. Was die Sicherung des eigenen Lebensunterhaltes für eine gewisse Zeit betrifft – dafür gibt’s den Gründungszuschuss. Das Angebot finde ich an sich gar nicht schlecht. Allerdings ist es so, dass man diesen heutzutage nicht mehr so einfach bekommt. Zudem muss man sich zuvor arbeitslos gemeldet haben. Warum kann ich nicht aus einer bestehenden Festanstellung direkt damit starten? Immer wieder kommt diese Diskussion über das bedingungslose lebenslange Grundeinkommen auf. Und natürlich gibt es viele Gründe, es nicht einzuführen. Aber warum führt man kein Gründer-Grundeinkommen ein? Dieses könnte zwei Mal im Leben abrufbar sein – bspw. für jeweils ein Jahr – geknüpft an gewisse Bedingungen. Ich glaube, das würde Unmengen an Kreativität freisetzen, für viele das Thema Gründung überhaupt erst in den Bereich des Möglichen rücken und sich langfristig doppelt und dreifach bezahlt machen.

Das Interview führte Sabine Brockmeier.


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Weitere Informationen unter: http://anyonecan.de

18 Kommentare

Anna

05.05.2015

Das ist ein tolles Interview. Danke an Sabine und Sebastian. Es beschreibt – glaube ich – genau den Weg vom Job in die Selbstständigkeit.

JoDyna

06.05.2015

Hallo Herr Tonn,
ich lese aus Ihrem Beitrag genau das, was mich auch bewegt und beschäftigt und was mich (50+) bislang davon abgehalten hat. … und merke dass es nicht meine individuelle Wahrnehmung ist, sondern ich „willkommen im Club“ bin…. :-)

PatrickTT

06.05.2015

Die Idee mit dem zwei mal im Leben abrufbaren „Gründer-Grundeinkommen“ ist eine der besten Ideen die ich seit langem gehört habe.
Das könnte wirklich ein fetter Innovationsmotor werden!

Aleksandar Baljkovic

06.05.2015

Vielleicht noch einige positive, aber damit auch negative Aspekte des Selbststaendigsein:

Es ist gut, wenn es klappt. Sehr viele sind selbststaendig oder freiberuflich, und man muss nicht drumherum reden: nach 12 Jahren Selbststaendigkeit und vielen Kooperationen und Auftraegen wuerde ich sagen, die meisten machen es aus einer Notsituation heraus (zumindest reine Dienstleister ohne groessere materielle Investitionen), muessen es aber nach aussen verkaufen, als haette man es ganz gezielt gemacht, weil man eine tolle Geschaeftsidee hatte und vorgeht nach dem Motto „ein Mann/Frau geht seinen/ihren Weg“. Bei mir war es nicht so und bei kaum einem meiner Konkurrenten bzw Partnern. Es hat sich ergeben und ich dachte nicht, dass es etwas werden kann. Im zweiten Jahr war es aber schon 50.000 Umsatz (welches Maximum ich erreicht hatte werde ich nicht verraten), Investition ein 500 Euro Rechner. Als E-Learning Berater, Programmierer, Supportler und Webanwendungs-„Experte“ in der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Die folgenden Jahre konnte man (also ich und sehr viele andere) davon gut leben, es wurden nur halb so hohe Stundensaetze gezahlt wie in der Wirtschaft, jedoch Auftraege massiv verteilt/outgesourct, sodass man mit viel AkH doch eine Menge einnehmen konnte. Und wenn man sich seine Dienstleisternische geschaffen hat, musste man auch nicht viel Akquise betreiben („kennst Du einen der das fuer uns erledigen kann“). Eigentlich eine Traumsituation. Das existiert so in der Branche nicht mehr seit 3-4 Jahren. Dementsprechend zaehlen jahrelange Auftraggeberkontakte nicht mehr viel und mann muss sich neu orientieren.

Dann hat man das Problem, dass man als einzelner Dienstleister oft wenige bis einen Auftraggeber hatte ueber die Jahre. Wenn der dann fusioniert und umstrukturiert wird, steht man bloed da. Daher ist es wichtig, viele Auftraggeber zu haben. Aber dann kommt das Problem, wann man das Alles abarbeiten will – man kann es mit Zeitmanagement regeln, aber man hat als Einzelner weniger Zeit, die eigentliche Arbeit qualitativ abzuliefern (was eigentlich auch grossen Unternehmen Schwierigkeiten macht und deswegen meiner Meinung nach die Qualitaet vieler Produkte und Dienstleistungen abgenommen hat – auch made in Germany). Dann kommen die Auftraggeber (Projektleiter, die keine Ahnung haben was Selbststaendigkeit bedeutet und dann auch noch erst mal in ihrem eigenen Job viel lernen muessen) und zweifeln, ob man ein kompetenter Dienstleister ist. Manche geraten (auch zurecht) in den Verdacht, „ein Schwaetzer“ zu sein. Denn in der Tat tummeln sich auf dem Markt der Freiberufler viele rum, die eigentlich etwas anderes besser koennen – naemlich sich gut verkaufen. Die sollten dann eher in Richtung Marketing gehen.

Um (als Ingenieur und Naturwissenschaftler) das zu umgehen, habe ich mich eben auf wenige Auftraggeber konzentriert um „voll da zu sein“ und Qualitaet abzuliefern und ehrlich und richtig zu beraten. Das dankt aber auch keiner am Ende, weil viele Auftraggeber eben auch mit ihrem Job ueberfordert sind und nicht verstehen, was sie da eigentlich beauftragen sollen/wollen. Und weil man es eben mit Angestellten zu tun hat, die unternehmerische Hintergruende nicht besser wissen (wollen, in manchen Faellen).

Das naechste Problem ist, wenn man nach Jahren mit Familie wieder ein geregeltes Einkommen moechte (und weil die Auftragslage nicht mehr gut ist fuer den Einzelnen) und dass der Arbeitgeber einem die halben Krankenkassenbeitraege und all die sonst fehlenden Verguetungen zahlt (Angestellten ist es leider immer noch nicht bewusst, wie gut es Ihnen mit der Rundumversorgung oft geht), wird man gefragt, wieso denn jetzt wieder in die Abhaengigkeit bewerben (mit dem Unterton, den man sich vielleicht selber einredet, ob man denn in seinem Bereich gescheitert sei, und ob man denn ueberhaupt gut genug ist). „Wieso wollen Sie denn jetzt wieder Angestellter sein? Sind Sie ueberhaupt teamfaehig wenn Sie solage alleine unterwegs waren?“. So was muss man dann einem Projekt/Abteilungsleiter beantworten, von dem man weiss, dass er nie SEIN Unternehmen irgendwo vertreten und auf eigene Verantwortung mit vielen Partnern Projekte abwickeln musste. Ein Selbstsaendiger muss mit Jedem auskommen, wenn er Geld verdienen will. Es gibt keine Kollegen, die einen vertreten koennen. Man muss mit „seinem Namen dafuer stehen“.
Er sieht dann nicht, dass man als Selbststaendiger viel teamfaehiger und mit anderen Menschen eigenverantwortlicher arbeiten muss als es als Angestellter jemals gefordert sein wird. Die Human Ressources-Floskeln haben in dieser Welt weniger Relevanz. Eigentlich sollten Unternehmen fuer verantwortungsvolle Aufgaben interessiert an Leuten sein, die lange Selbststaendig waren. Da lernt man mehr als an einer MBA Ausbildung.

Ein paar Gedanken zum Kaffee. Gruss

Kaul

06.05.2015

Vielen Dank! Selten hat mir ein Interview so aus der Seele gesprochen…es motiviert, weiter zu machen und nicht aufzugeben.

Juergen

06.05.2015

Ein interessantes Interview, danke dafür.

Die Geschäftsidee gefällt mir sehr gut. Ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt, denn da gibt es wirklich einen echten Bedarf. Newsletter ist schon mal abonniert.

Und auch der Vorschlag mit dem Gründer-Grundeinkommen ist es allemal wert, weiter verfolgt zu werden.

Toi, toi, toi, Sebastian.

Kai Lembke

06.05.2015

Insbesondere beim Punkt Gründungszuschuss von meiner Seite volle Zustimmung. Wir haben uns vor vier Jahren „kapitalintensiv“, wie Sebastian schreibt, selbstständig gemacht und hätten es am Ende ohne den Gründungszuschuss nicht geschafft. Heute geben wir sieben Menschen Spaß an der Arbeit und kommen aus eigener Kraft gut voran. Dass ausgerechnet ein so sinnvolles Instrument, wie der Gründungszuschuss, das den Schritt in die Selbstständigkeit manchmal erst möglich macht, vom zuständigen Ministerium, damals unter Frau von der Leyen, derart eingeschränkt wurde, wird sich mir nie erschließen. Sicher gab´s gute Gründe dafür, allein ich werd´s nie verstehen. Tatsache jedoch bleibt: Jede Unterstützung vom Staat ist – bei sinkenden Leistungen – mit einem gleichbleibend enormen, administrativen Aufwand verbunden. Deswegen halte ich Sebastians Vorschlag für eine Art „Gründer-Grundeinkommen“ für diskussions- und umsetzungswürdig, denn die Umsetzung dieses Vorschlags halte ich für eine nachhaltige Investition in den Wirtschaftsstandort Deutschland. Leider setzt die deutsche Politik derzeit ganz andere Prioritäten.

Elke Schulz

06.05.2015

Ein tolles Interview. Ich habe mich mit 50 vor vier Jahren selbstständig gemacht und kann alle Punkte nur bestätigen. Auch die Erfahrung mit der Agentur für Arbeit. Der Gründungszuschuss ist sehr hilfreich wird aber (laut meiner Information) je nach aktueller Vorgabe der Agentur und in Abhängigkeit vom Sachbearbeiter bewilligt oder nicht. Die Verlängerung gab’s für mich nicht, warum ist mir unverständlich. Sebastian, dir wünsche ich viel Erfolg, und würde mich freuen, wieder einmal von dir zu hören.

Wolfgang Kurth

06.05.2015

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Hallo Herr Aleksandar Balikovic,

ihr Kommentar habe ich mit Interesse.
Danke dafür, denn Sie haben mir aus der Seele gesprochen und ich finde, dass die „Selbstständigkeit“ auch aus dieser Richtung betrachtet werden muss.
In meinem Bereich war dies vor ca.: 10 Jahren der Fall. Viel wurde, wie Mann so schön sagt „outgesourct“.
Schreiner, Architekten, Planer und Projektleiter wurden entlassen und konnten zugleich als Freiberufler wieder anfangen. Ich kenne nicht viele, die sich aus eigenem Antrieb selbstständig gemacht haben, sondern in die Selbstständigkeit gedrängt wurden. Zur Beruhigung: den meisten (nicht allen) geht es damit gut.

Gruß,
Wolfgang Kurth

Angelika Gredel

06.05.2015

Hallo Herr Tonn,
Sie sprechen mir aus der Seele. Ich stecke auch seit einiger Zeit im Wechselbad der Gefühle mich selbstständig zu machen. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall ganz viel Erfolg bei Ihren Projekten. Herzliche Grüße, Angelika Gredel

Martin

06.05.2015

Sehr guter Vorschlag mit dem Gründer-Grundeinkommen. Weiter so und viel Glück!

Jörn

06.05.2015

Drück Dir auch schwer die Daumen und bin gespannt was auf der Webseite passiert. Vielleicht kannst Du auch begleitend ein kleines Buch herausgeben a la „What would Sebastian do?“

Goerlitz,Margitta

06.05.2015

Auch wir chaben uns selbstständig gemacht (meinMannwar 53) und haben es nicht bereut. Dennoch wird es kleinen Unternehmen in Deutschland schwer gemacht, sein Geld zu „verdienen“. Zu viele Nebenkosten, zu viel Bürokratie. Wir drücken dieDaumen, die Idee ist Klasse.

Dr. Gutschwager

06.05.2015

Genau das selbe hab ich Anfang des Jahres auch gemacht. Nur dass ich vorher in der Produktentwicklung von Lebensversicherungen gearbeitet habe und mich etwas mit dem Thema auskenne.

Meine Erfahrung, selbst wenn man den Leuten helfen will und sie vor unnötigen Kosten bewahren will, laufen sie lieber zu ihrem „Berater“ und schließen Verträge ab, die für sie schlechter nicht sein könnten. Viele Menschen haben einfach keine Lust sich mit der Materie zu beschäftigen…
(Wen es doch interessiert findet bei Amazon meinen schönen Ratgeber Lebensversicherungen für Laien.)

Aber viel Erfolg dem ehemaligen Xing-Gruppenleiter. :-)

Regine Schulte Strathaus

06.05.2015

Herr Tonn,
ich wünsche Ihnen einen guten Start und Langzeiterfolge. Die ups und downs werden immer wieder einmal präsent sein. Trotzdem: Durchhalten und motiviert bleiben. Die Idee mit dem Gründer-Grundeinkommen ist super und hätte mir vor 30 Jahren beim Start in die Selbstständigkeit sehr helfen können…
Viel Glück!

Sebastian Tonn

06.05.2015

Freue mich, dass ich durch den Beitrag den Ein oder Anderen in seinen Plänen bestärkt habe! …. Mal schauen, vielleicht greife ich das Thema „Gründer-Grundeinkommen“ noch mal bei Zeiten auf.
Und: Danke für die guten Wünsche!!

Susanne A. Remmert

06.05.2015

Hallo Herr Tonn,

daher kam es also, dass Sie mehr „im Norden“ unterwegs waren.
Auch meine Gründung hat noch nicht statt gefunden. Ich wage noch keine öffentlichen Zeitprognosen, so wie Sie gesagt haben, gab es auch Rückschläge, aber ich zwinkert Ihnen schon mal zu.
Herzlich,
Susanne Angela Remmert

Henrik Wittenberg

07.05.2015

»Immer wieder kommt diese Diskussion über das bedingungslose lebenslange Grundeinkommen auf. Und natürlich gibt es viele Gründe, es nicht einzuführen.«

Und natürlich gibt es ebenso viele Gründe, ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) einzuführen: http://bgekoeln.de/bge/index.html

»Aber warum führt man kein Gründer-Grundeinkommen ein? (…) geknüpft an gewisse Bedingungen.«

Weil es so etwas in vielen Formen (Stipendien, Existenzgründungszuschüsse, Mikrokredite etc.) schon gibt. Und nun käme noch ein weiteres Modell hinzu, für das wieder neue Bedingungen erdacht werden müssen, welche dann in der Praxis erfüllt und überwacht werden müssen – was wiederum Gründer viel Zeit kosten würde und dem Steuerzahler neue Bürokratiekosten aufbürden würde. Dann lieber ein von der Wirtschaft bezahlter Rechtsanspruch auf ein Sabbat-Jahr (Sabbatical) für jeden Bürger von z.B. 25 bis 65 Jahre.

»Ich glaube, das würde Unmengen an Kreativität freisetzen, für viele das Thema Gründung überhaupt erst in den Bereich des Möglichen rücken und sich langfristig doppelt und dreifach bezahlt machen.«

Ein BGE hätte weitaus größere Auswirkungen, da es nicht nur die eigene Existenz während der Gründungsphase sondern auch die der eigenen Familie, eventueller Partner und späterer Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden absichert.
Hier ein paar Gedanken dazu: https://youtu.be/Yk-suYSXY60?list=PL3D9C731EC15A61CF

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