Digitalisierung der Arbeitswelt: Bedrohung für die Generation Y?

UX-1425-GenY4-MM.02.01-01Gefährdet die Digitalisierung unsere Jobs? Innerhalb weniger Jahre hat sich die Arbeitswelt komplett digitalisiert, haben Computer und Algorithmen immer mehr Aufgaben übernommen – mit weitreichenden Folgen.

Das aktuelle XING spielraum-Fokus-Thema beleuchtet die Fragen, die die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt aufwirft. Wie erlebt die Generation Y diesen Wandel? Bewerten die nachrückenden Generationen die Digitalisierung als gut oder schlecht für ihre (zukünftige) berufliche Tätigkeit?

Mehr als tausend berufstätige Erwachsene zwischen Anfang Zwanzig und Anfang Dreißig wurden Ende Februar zu ihrer Einstellung zur zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt befragt. Die Erhebung gehört zum Forschungsprojekt „Was wird aus den ‚Digital Natives‘?“, welches die Hamburg Media School in Zusammenarbeit mit XING durchführt.

Das wichtigste Ergebnis: Für die Befragten überwiegen die Vorteile der Digitalisierung sehr deutlich. Insgesamt wurden die positiven Gründe doppelt so oft genannt wie die negativen (siehe Grafik). Die häufigsten Pro-Argumente: Computer dienen im Arbeitsalltag als Unterstützung (83 Prozent), die Produktivität steigt (53 Prozent) und stumpfsinnige Routinejobs fallen weg (47 Prozent). Darüber freuen sich vor allem die Männer (54 vs. 40 Prozent Frauen).

Skepsis ist unter Frauen deutlich weiter verbreitet als unter ihren Kollegen. Dass infolge der Digitalisierung die Gefahr des Stellenabbaus und der Arbeitslosigkeit steige, finden immerhin 58 Prozent der Frauen (gegenüber 50 Prozent der Männer). Auch unter den Jüngeren sind solche Befürchtungen eher verbreitet: Bei den 23-28jährigen sind es 60 Prozent, unter den 33-35jährigen „nur“ 50 Prozent. Für die Allermeisten stellt dies jedoch nur eine abstrakte Gefahr dar: Vier von fünf Befragten sind überzeugt, dass ihr eigener Arbeitsplatz nicht gefährdet sei (siehe Grafik).

 


Eckdaten der Erhebung:
Seit Frühjahr 2014 führt das Team des „HMS Think Tank Journalismusforschung“ (Leitung: Prof. Dr. Michael Haller) in Kooperation mit dem Business-Netzwerk XING und TrendResearch Hamburg jeden Monat eine Befragung der „Generation Y“ durch. Im Zentrum der Studie „Was wird aus den Digital Natives?“ stehen Fragen zum Informations- und Mediennutzungsverhalten sowie zur neuen Arbeitswelt. Diese ist Teil des Forschungsprojekts „Die Zukunft der Medien“. Diese Erhebungswelle fand im Februar / März 2015 statt. Es wurde eine Stichprobe von 1.024 jungen Berufstätigen zwischen 23 und 35 Jahren (mindestens mittlere Reife als formaler Bildung) mit einem standardisierten Fragebogen online befragt.

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