"Spielraum Talk" mit Christian Lindner und Lars Hinrichs

Christian Lindners leidenschaftliches Plädoyer für die Ent-Stigmatisierung unternehmerischen „Scheiterns“ im Landtag von Nordrhein-Westfalen ist innerhalb kürzester Zeit ein Hit in den sozialen Medien geworden (Video s.u.).

Wie wichtig ist ein gesunder Umgang mit dem Misserfolg für eine erfolgreiche Gründungs- und Innovationskultur? Welches sind die richtigen Strategien beim Umgang mit Fehlern?

Das wollen wir diskutieren mit:

Christian Lindner, FDP-Bundesvorsitzender und

Lars Hinrichs, XING-Gründer und Unternehmer

im Eventraum der XING AG, Hamburg.

am Mittwoch, 11. Februar 2015, 15:30 Uhr – 17:30 Uhr,

XING AG (Eingang neben Jim Block)
Dammtorstraße 30
20354 Hamburg.

Verbindliche Anmeldung bitte bis zum 09.02. 2015 per Mail an: newwork@xing.com (Plätze sind begrenzt).

Wir freuen uns auf eine anregende Diskussion!

(Foto Lars Hinrichs: „LarsHinrichs“ von Alexis Eisenhofer – Alexis Eisenhofer. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons)

 

 

 

2 Kommentare

Karsten

09.02.2015

Hallo,

leider erlaubt es mir mein Terminplan nicht, am kommenden Mittwoch nach HH zu kommen – schade!

Aber ich finde es toll, dass das Thema Gründungskultur auf der Flamme bleibt – hier ist leidenschaftliches Engagement wie von Herrn Lindner wirklich sowas von nötig in diesem Land!!

Eins möchte ich an dieser Stelle einmal anmerken:

Wir reden völlig zu Recht davon, dass man auch einmal Fehler machen darf, ja sogar machen muss.

Das sehe ich genauso.

Aber dann werfen wir doch einmal einen Blick auf die heutige paragraphengeprägte Welt:

Je nach Situation können geringste Verfehlungen zur Existenzvernichtung führen, weil es kein Maß mehr zwischen den Folgen der Verfehlung und den juristischen Konsequenzen mehr gibt.

Beispiele aus meiner eigenen Kenntnis:

Ein Fahrlehrer gründet seine eigene Fahrschule. Geld von der Bank gibt’s nicht, das Gründungskapital muss mühsam zusammengespart werden. Kaum 3 Wochen im Betrieb, muniert die Gewerbeaufsicht, dass der Schulungsraum 1 (!) qm zu klein ist. Konsequenz: Betriebsschließung.

Ein Internetshop wirtd abgemahnt, weil es einen – für den Verbraucher völlig bedeutungslosen – Fehler im Impressum gibt. Der Fehler wird korrigiert, allerdings infolge eines Serverabsturzes ein Backup wieder aufgespielt, in dessen Folge wieder der alte Fehler online geht.

Obwohl dies bereits am Folgetag bemerkt und korrigiert wurde, flattert dem Betroffenen die in der Unterlassungserklärung verhängte Geldstrafe zu – insgesamt rund 8.000 €.

Es gibt hunderte weitere Beispiele, wo eben Fehler, die völlig menschlich sind, mit etwas Pech zum finanziellen Desaster führen.

Und genau da sind viele Existenzgründer im Nachteil, wei sie sich eben nicht die teure Rechtsabteilung leisten können, ohne die man heut zu Tage eigentlich kein Unternehmen mehr gründen kann.

Wenn wir über Gründungskultur sprechen, müssen wir auch wieder dafür sorgen, dass im Zivilrecht die „Strafe“ im Verhältnis zur „Tat“ steht.

Es würde ja auch keine dazu verdonnert werden, lebenslang seinen Führerschein abzugeben, weil er 3 km/h zu schnell unterwegs war.

Genau dies passiert aber Existenzgründern…!

HGS

11.02.2015

Alles richtig. Nur eins geht eben nicht für einen Wirtschaftsliberalen – dass man 1,5 Millionen Staatsknete bei einem Konkurs in den Sand setzt und sich dann als Politiker weiterhin von Steuergeldern aushalten lässt. Da erwarte ich dann doch eine andere Haltung…