Arbeitsplatz Deutschland

Christian Lindner und Lars Hinrichs zu Gast beim „Spielraum Talk“

Der Saal war voll, die beiden Gäste in Diskutierlaune: Beim „Spielraum Talk“ trafen sich FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner und XING-Gründer und Unternehmer Lars Hinrichs im Eventraum des Hamburger XING-Büros zur Gesprächsrunde. Thema: Gründerkultur in Deutschland und der Umgang mit unternehmerischem Misserfolg.

Banner_NewWorkDay_spielraumWie gehen wir mit dem Scheitern – und wie mit Gescheiterten um? Was muss sich ändern, damit mehr Menschen den Schritt in die Selbständigkeit wagen? Und hinkt Deutschland in puncto Gründerkultur hinterher? Moderator Jens Nordlohne entfachte eine spannende Diskussion, in der auch die Gäste zu Wort kamen. Über 100 waren der Einladung zum „Spielraum Talk“ gefolgt. Dabei ging es auch mal hitzig zu (das Handelsblatt berichtet), zum Beispiel, als ein Jungunternehmer aus dem Publikum sich einen Rat erbat: „Nicht alleine gründen“, riet Christian Lindner, „auf jeden Fall alleine gründen“, Lars Hinrichs. „Es kann nur einen Chef geben!“

Thema war natürlich auch Christian Lindners Rede im Landtag von Nordrhein-Westfalen, mit der er für die Ent-Stigmatisierung unternehmerischen Misserfolgs plädierte und die als YouTube-Video zum Hit wurde. Beim „Spielraum Talk“ machte der FDP-Vorsitzende seinen Standpunkt noch einmal deutlich: Deutschland brauche mehr Unternehmergeist, so Lindner – auch politisch.  Niemand traue sich an die großen Reformen, denn „Reform bedeutet immer 20 Maybritt Illner-Sendungen, wo das kaputt geredet wird und großen Widerstand von organisierten Gruppen“. Lindner fordert: Raus aus der Komfortzone, ran an die Reform!  Mehr dazu im Best-of-Video.

 

6 Kommentare

Stefan Bagus

13.02.2015

Werte Damen und Herren,

solange die Bankenwelt in Deutschland die Entscheidungen über Förderungen, z.B. von KfW-Krediten weiterhin so „traditionell. konventionell, und eher die Ablehnung als die Zustimmung“ im Focus hat, werden weiter noch sehr viele, aussichtsreiche Vorhaben gar nicht, oder eben dann nicht in Deutschland umgesetzt werden!

Gemäß der TCM, die Krankheit ursächlich analysieren, statt sinnlose Medikamente zu verabreichen!

Suvrajit Saha

13.02.2015

es wird wieder zu viel geredet. Mir ist es lieber, daß es jetzt gehandelt wird. Wenn Herr Linder von Reform in der Politik redet, kann er Gleich mit der Reform des Rundfunkbeitrags anfangen. Aber in einem jüngsten Austausch mit ihm habe ich leider die Erfahrung nicht gemacht, er möchte etwas ändern.

Ingo Hauser

13.02.2015

Gründerkultur in Deutschland? das ich nicht lache, ich glaube nur die wenigsten machen es wirklich freiwillig und die Unterstützung durch den Staat kannst Du komplett vergessen, ehr werden dir noch Steine in den Weg gelegt. Raus aus der einen Statistik und danch sieht es mit Hilfe echt schlecht aus. von der IHk ganz zu schweigen.

Peter Romanowski

13.02.2015

Nicht nur Herr Lindner möchte das Scheitern entstigmatisieren, es sind auch viele Gazetten, wie beispielsweise Brand1.
Was bedeutet das Scheitern für die Gläubiger und externen Kapitalgeber?
Insolvenzen ziehen sehr oft weitere Insolvenzen und soziale Schicksale nach sich.
Werden diese Konsequenzen wirklich sorgfältig beleuchtet, wird auch das Scheitern nicht mehr zur Tugend erhoben.
Unternehmer und damit auch Jungunternehmer sollten gewissenhaft planen und arbeiten und keine Luftschlösser bauen, dann wird auch die Fortführungsprognose zur Realität.
Erst wenn dieser harte Realität in den Businessplänen berücksichtigt wurde, kann vielleicht auch über eine Endstigmatisierung gesprochen werden.
Herr Lindner kann sich bitte einmal die Statistiken der Insolvenzgerichte ansehen und sich fragen, ob die meisten gescheiterten Unternehmen sich nicht eher Gedanken über eine Fortführungsprognose hätten machen können, damit die Folgeschäden für Dritte begrenzt bleiben.
Plakativ nach einer Endstigmatisierung rufen ist viel zu kurz gedacht!

gabi gross-henning

14.02.2015

Ich stehe nicht im Verdacht, der FDP nahe zu stehen, aber die Initiative, der Mut und die Eigenverantwortung, die Herr Lindner einfordert ist ganua das was diesem Land fehlt. Die Haltung: „Ich bin Beamter, ich komme schon zurecht- Sicherheit heißt das für mich“. Ist genau die Haltung, die dieses Land in den Ruin führt. Danke Herr Lidner

Pgg

14.02.2015

So gefällt FDP.
Christian Lindner könnte auf diesem Weg für diese bislang überflüssige Partei einen neuen Weg finden.
Wäre klasse, wenn diese Äußerungen nicht nur Eintagsfliegen sind.