Arbeitsplatz der Zukunft

Umfrage: Vorfreude auf die Technik von morgen

Technikfreundlicher als oft angenommen, aufgeschlossen gegenüber neuen Organisationsformen – die meisten Arbeitnehmer blicken positiv in die Zukunft ihres Jobs.

Lange Zeit überwogen Skepsis und auch Angst in vielen Umfragen, bei denen Arbeitnehmer zur Zukunft ihres Berufs vernommen wurden. Vor allem die zunehmende Digitalisierung wurde eher mit Misstrauen denn mit Freude empfangen. Dieser negative Einstellung aber scheint langsam zu weichen, zugunsten eines – vor allen in den westlichen Ländern immer noch verhaltenden – Optimismus über die Job-Aussichten für die nächsten Jahre.

Diesen Eindruck bestätigt auch eine aktuelle Studie, die das Meinungsforschungsinstitut TNS im Auftrag von Dell und Intel unter Angestellten von kleineren, mittleren und großen Unternehmen weltweit, unter anderem auch in Deutschland, durchgeführt hat. So äußerten sich die Befragten hinsichtlich der Zukunft des Technologieeinsatzes am Arbeitsplatz größtenteils positiv. Sie glauben, dass deren Weiterentwicklung insgesamt viel mehr Vorteile und neue Möglichkeiten mit sich bringen wird. Etwa, dass schon in absehbarer Zeit die Spracherkennung die Tastatur verdrängen wird (92 Prozent), dass Tablets Notebooks vollständig ersetzen (87 Prozent), dass alle Computer mit Gesten gesteuert werden (87 Prozent, s. Aufmacherbild und dieses Beispielvideo) und damit Tastaturen und Mäuse generell überflüssig werden (88 Prozent).

Schon heute verwenden die meisten Angestellten meist mehrere Computer-Devices für ihre Arbeit. Der Wechsel zwischen PC und Laptop, je nach Situation sogar auf Tablets und Smartphones ist für über 50 Prozent Alltag – wobei auffällt, dass die Flexibilität in Ländern wie Indien oder China deutlich größer ist als in den westlichen Industriestaaten. Diese technische Mobilität hat auch allerdings auch in der Vermischung von Arbeits- und Freizeit Konsequenzen: So gaben 83 Prozent von Angestellten in Schwellenländern an, dass sie zu Hause auch noch geschäftliche E-Mails lesen. Im Vergleich dazu sind es in den entwickelten Ländern 42 Prozent und in Deutschland 38 Prozent.

Für die allermeisten Befragten (79 Prozent) bleibt das Büro der primäre Ort der Arbeit. Aber immerhin 52 Prozent glauben inzwischen, dass Mitarbeiter im Home Office genauso produktiv oder sogar produktiver arbeiten als die Mitarbeiter im Büro (Deutschland 49 Prozent). Und von denjenigen, die tatsächlich zu Hause arbeiten, meint auch die Hälfte, hier produktiver sein zu können als im Büro (Deutschland 42 Prozent).

Für viele Home-Office-Fans hat die Arbeit zu Hause klare Vorteile: 30 Prozent sagen, sie bekommen mehr Schlaf, 40 Prozent fahren weniger Auto (Deutschland 9 Prozent) und 46 Prozent empfinden insgesamt weniger Stress (Deutschland 36 Prozent). Hundertprozentig perfekt freilich ist der Jobplatz in den eigenen vier Wänden auch nicht: Rund ein Drittel aller Heimarbeiter beklagt Ablenkungen, durch Ehepartner, Kinder, Eltern und Haustiere.

3 Kommentare

Panteloglou Anastasia

29.03.2015

Hallo zusammen,

der Artikel hat einige Punkte, die ich gerne in meiner Bachelorarbeit aufgreifen würde.
Dürfte ich bitte den konkreten Autor dieses Artikels wissen, sodass ich mich auf den ersten Absatz beziehen kann?

Vielen Dank im Voraus.

Felix Dehn

30.03.2015

Hallo Anastasia,

vielen Dank für dein Interesse an unserem Artikel. Als Quelle kannst Du gerne „XING spielraum, Chefredakteur Ralf Klassen“ nennen.
Viel Erfolg bei der Bachelorarbeit und viele Grüße,

Felix Dehn
XING spielraum

Ralf Klassen

30.03.2015

Ergänzend dazu noch einmal die Quelle der Originalstudie: http://www.dell.com/learn/us/en/uscorp1/corp-comm/the-evolving-workforce?c=us&l=en&s=corp

VG, RK