Arbeitsplatz der Zukunft

Macht das Büro zum Spielraum!

Viele Arbeitsplätze von heute produzieren Stress, Depression und Angst. Der Designer Jan Teunen fordert humanere Orte für unsere Jobs.

Von Jan Teunen

„Um das Ganze verstehen zu können, muss man die Teile verstehen, aber man kann die Teile nur verstehen, wenn man einen gewissen Begriff vom Ganzen hat.“ – David Couzens Hoy

Dieser kluge Satz des Philosophie-Professors David Couzens Hoy war meine Inspiration für das Verfassen dieses Textbeitrages über den Arbeitsplatz der Zukunft.

Wer sich an die Zukunft erinnern will, muss sich an die Vergangenheit erinnern, muss das ganze Stück kennen oder wenigstens einen gewissen Begriff vom Ganzen haben. Deswegen mache ich zum Auftakt eine Drehung zum Ursprung des Arbeitsplatzes.

Vor langer Zeit war der Arbeitsplatz des Menschen der Wald. Hier hat er gejagt und gesammelt. Hier war er umgeben von der Natur, und deshalb hatte dieser Arbeitsplatz eine Qualität, die es dem Menschen leicht machte, zu ihm sowohl eine funktionale als auch eine poetische Beziehung zu entwickeln. Diese Qualität haben die meisten Arbeitsplätze heute nicht mehr. Das Funktionale überwiegt in der Regel, und dadurch funktionieren viele Arbeitsplätze nicht und verhindern in Folge, dass sich Potenziale entfalten können.

Heute wird vorwiegend in Häusern gearbeitet. Das Haus ist ein vergleichsweise neues Phänomen. In unserem Teil der Welt kam das Haus vor etwa 12.000 Jahren in das Leben der Menschen. In den ältesten bewahrt gebliebenen Quellenwerken zur westlichen Architektur, in den 10 Büchern über Architektur, die der römische Architekt, Ingenieur und Architektur-Theoretiker Vitruv kurz vor unserer Zeitrechnung verfasst hat, steht eine schöne Geschichte über das Entstehen des ersten Hauses: Vitruv schreibt, dass die ersten Hausbauer sich am Universum orientiert haben. Das Universum war ihr Modell für den Hausbau, und in Folge wurde das erste Haus ein sehr schönes Haus, ein geschrumpfter Kosmos. Das griechische Kosmos, das lateinische Universum und das mittelhochdeutsche All sind allesamt Bezeichnungen für eine schöne, geordnete, tugendhafte Welt.

BMW Welt

Wir können davon ausgehen, dass die Arbeitsplätze in den ersten Häusern entsprechend waren. Wegen des Daches des Hauses verloren die ersten Hausbewohner schnell das Modell, an dem sie sich bis dahin orientiert hatten, aus den Augen. Vitruv schreibt, dass gleichzeitig mit dem Haus die Sprache entstand. Als Kompensation für das verloren gegangene Modell der kosmischen Ordnung erfanden die Menschen den Begriff Ethik. Ethik bezeichnete sowohl das Haus, den Wohnort als auch ein Regelwerk für das In-Ordnung-halten des Hauses. Die alten Griechen erinnerten sich 10.000 Jahre nach dem Entstehen des ersten Hauses an diese Tatsache.

In seinem Beitrag für Oskar Negts Buch „Arbeit und menschliche Würde“ schreibt Horst Meyer: „Die antike Ökonomik entstand als ganzheitliche Managementwissenschaft, als Wissenschaft von der ethisch verantwortlichen Menschenführung in einem Haus, das sowohl Betrieb als auch Haushalt im heutigen Sinne darstellt.“

In der Renaissance wurde dieses Konzept wiederbelebt, indem drei Kräfte gebündelt und ausgerichtet wurden, um segensreich auch an Arbeitsplätzen wirksam zu sein: Humanismus – Kapitalismus – Ästhetik. Diese Bündelung, die die Häuser zu einem Modell machten für Wirtschaftlichkeit, Schutz, Zusammengehörigkeit und Kulturpflege, ist zukunftsträchtig und sollte im Auge behalten werden, wenn wir Arbeitsplätze neu denken, wenn wir Arbeitsplätze der Zukunft konzipieren.

Seit der Renaissance hat die Komplexität in der Welt enorm zugenommen und parallel dazu die Neigung der Menschen, die Welt zu fragmentieren. Sie meinen, mit dieser Methode Komplexität beherrschen zu können, aber das klappt nicht wirklich. Die Fragmentierung ist Ursache vieler Probleme, was sich sehr gut an den Plätzen ablesen lässt, an denen Menschen arbeiten.

Die meisten Arbeitsplätze befinden sich heute in Häusern. In Häusern der Arbeit (Bürohäuser / Fabriken), in Häusern der Gesundheit (Krankenhäuser, Pflegeheime, Arztpraxen), in Häusern der Bildung (Universitäten, Schulen). Viele dieser Häuser befinden sich in Unordnung, weil die Unternehmen, Organisationen und Träger auf die Dominanz bloßen Wirtschaftens setzen, womit die Häuser einen Teil ihrer Funktion als Schutzgeber, Gemeinschaftsstifter und Kulturproduzent verlieren. Das produziert Reibungsverluste ohne Ende. Es tötet Motivation, Produktivität, Kreativität und ist der Potenzialentfaltung abträglich, und alles das bringt Menschen und die Welt nicht weiter.

Am Beispiel „Büro“ lässt sich das gut verdeutlichen. In der fortgeschrittenen modernen Welt ist die Büroarbeit die eigentliche gesellschaftliche Tätigkeit, und somit ist das Büro so etwas wie ein Steuerungsinstrument, das großen Einfluss auf Veränderungen in der Welt hat. Von der Qualität des Steuerungsinstrumentes ist abhängig, ob der Einfluss positiv, suboptimal oder negativ ist.

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Leider haben die meisten Büros eine Qualität, die negative Ergebnisse produziert. Die Dominanz der wirtschaftlichen Rationalität verhindert, dass die individuellen Bedürfnisse der Menschen nach Austausch, Beschäftigung und Ruhe befriedigt werden, dass nach der Kreation Rekreation möglich ist, dass es den Menschen gut geht. Arbeitsplätze in solchen Büros sind inhumane Lebensräume, und inhumane Lebensräume sind Teil von Unternehmenskulturen, die nicht zulassen, dass sich am Arbeitsplatz die Emotionen der Menschen stabilisieren.

Die Menschen werden in diesem Umfeld krank, weil die kulturelle Umgebung nicht antwortet. Sie fallen auf Emotionen wie Angst, Wut und Trauer zurück. Das ist ein Drama.

Dabei wurde das Büro explizit erfunden, um das Kostbare zu schützen. Das passierte im 13. Jahrhundert. Negativer Stress, Depression und Angst sind Fehlermeldungen, die auf Defizite im Umfeld des Menschen hinweisen. Es sind die Symptome einer Kulturneurose, die als Verlust an Motivation wahrgenommen wird. Wirtschaftlich ist das nicht. Die Personalkosten machen ca. 80 Prozent der Organisationskosten aus. Von diesen 80 Prozent verpufft geschätzt die Hälfte wirkungslos, und das nur, weil die Qualität im Umfeld, die Qualität des Arbeitsplatzes von Menschen nicht stimmt, und weil dieser Qualitätsmangel den Umgang von Menschen untereinander negativ beeinflusst.

In einer Krise befindet die Arbeitswelt deswegen noch lange nicht, aber Arbeitgeber und Arbeitnehmer spüren zunehmend, dass sie feststecken in einem Dilemma. Sie sind sich zunehmend bewusst, dass sie nicht weitermachen können wie bisher, und sie wissen, dass sie nicht zurückgehen können über den gleichen Weg.

Aus einem Dilemma muss man heraus – das gelingt am besten durch Transformation. Wie aber Arbeitsplätze transformieren? Bench Marking ist die Lösung, das Studium von Methoden und Praktiken in anderen Bereichen, z.B. Best Practice in der Schweinezucht. Am Schwein hat sich seit der Renaissance etwas grundlegend geändert.

Was aber hat sich am Schwein geändert? Was Sie feststellen werden, wenn Sie ein Schwein genau betrachten, ist, dass der Ringelschwanz meistens fehlt. Wenn er fehlt, wurde er nicht herausgezüchtet, sondern abgeschnitten. Bei Ferkeln passiert das ohne Betäubung, wenn sie unter vier Tage alt sind. Das ist sehr schmerzlich – die Ferkel schreien während des Kupierens wie am Spieß – aber es ist nicht ungesetzlich. Es ist konform der Richtlinie 2008 / 120 der Europäischen Kommission.

In Deutschland werden täglich Hundertausende von Schweineschwänzen kupiert. Warum macht man so etwas? Der Schwanz wird abgeschnitten, damit ein Artgenosse ihn nicht abbeißen kann. Das so genannte Schwanzbeißen ist in der Schweinezucht ein Riesenproblem, denn durch das Abbeißen entsteht am Tier eine eiternde Wunde, und so etwas Unappetitliches wollen Kunden auf ihren Schinkenbrötchen nicht sehen. Also Schwanz ab.

Schwanzbeißen entsteht vor allem, weil es in der Lebensumgebung der Schweine an Abwechslung mangelt. Sie langweilen sich, werden neurotisch, fühlen sich unwohl in ihrer Umgebung. Das Schwanzabschneiden ist eine Symptombehandlung. Das Schwanzbeißen ist ein Resultat, und Resultate haben Ursachen. Wer andere Resultate will, muss andere Ursachen schaffen. Intelligente Schweinezüchter verstehen das, und sie haben inzwischen auch eine Lösung für das Problem gefunden. Sie haben herausgefunden, dass – wenn man die Schweineställe kulturell auflädt – das Schwanzbeißen über Nacht aufhört. Als Sammelbegriff für diese kulturelle Aufladung benutzen sie „Enrichment“.

Enrichment! Wunderbar. Diese Methode lässt sich 1:1 auf die Arbeitsplätze der Zukunft übertragen, und wenn das geschieht, sind diese Arbeitsplätze zukunftsträchtig. Der Arbeitsplatz der Zukunft wird dann ein Platz der Geborgenheit und ein Platz, an dem individuelle Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Es wird ein Platz der Potenzialentfaltung, er stimuliert, und das gilt auch für die Kooperation zwischen Menschen.

WH1454-1800Der Arbeitsplatz der Zukunft wird so, dass die Menschen, die dort arbeiten, über sich hinaus wachsen, auch weil sie spüren, dass sie verbunden sind mit etwas, das größer ist als sie selbst. Der Arbeitsplatz der Zukunft wird so konzipiert sein, dass nach der Kreation Rekreation möglich ist und ältere und jüngere Arbeitnehmer problemlos miteinander arbeiten können. Dieser Arbeitsplatz ist so gestaltet, dass sich dort gut kooperieren, aber auch kommunizieren lässt.

Der Arbeitsplatz der Zukunft wird ein gesundheitsfördernder Arbeitsplatz sein. Gesundheitsfördernd, weil der Bezug zur Natur gegeben ist, weil die Akustik stimmt, weil das Licht in Ordnung ist und die Luft rein, weil die Einrichtung nicht bloß funktional, sondern auch schön ist. Schön, weil Materialien, Farben, Proportionen, Texturen, aber auch die Zwischenräume stimmen.

Der Arbeitsplatz wird zu einem Potenzialentfaltungsraum, zu einem humanen Lebensraum, auf den Hegels Dreibedeutungsbegriff „aufheben“ zutrifft: löschen, bewahren, erhöhen.

1. Der Raum löscht den negativen Stress und somit Phänomene wie Mobbing und Burn-out aus.

2. Der Raum bewahrt die Würde, die Kreativität und die Produktivität des Menschen.

3. Der Raum erhöht das Selbstwertgefühl der Nutzer und die Identität des Unternehmens.

Der Arbeitsplatz der Zukunft motiviert Menschen, das eigene Leben und das Leben anderer reicher zu machen, letztendlich damit für kommende Generationen noch eine lebenswerte Welt bleibt.

Der Arbeitsplatz der Zukunft wird ein Spielraum sein, denn – so sagen es große Dichter – wer viel erkennen will, muss viel spielen, und der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.

 


Jan_Teunen_Portrait_kleinÜber den Autor:

Prof. Jan Teunen (*1950) ist „Cultural Capital Producer“. Er kümmert sich bei Unternehmen und Organisationen um all das, was nicht auf der Bilanz steht, also um Werte, Wissen und Wirken, wozu auch die wirksame Kommunikation gehört. Zu seinen Kunden gehören dm-drogerie markt, der Arbeiter Samariter Bund, Paul Hartmann AG und designfunktion.

Er lehrt Designmarketing an der Burg Giebichenstein in Halle / Saale und gehört dort auch seit vielen Jahren dem Kuratorium an.

Web: Teunen Konzepte

17 Kommentare

whisky

15.12.2014

Nach der EInleitung habe ich aufgehört zu lesen, selten so eine Anhäufung von Schwachsinn gelesen.
Was soll so ein sinnloser Beitrag ?

Frank Möller

15.12.2014

Ein toller Artikel, logisch aufgebaut und begründet!
Wohlfühlen ist für Kreativität und Produktivität extrem wichtig. Ich arbeite viel im Homeoffice und werde hier versuchen, ein paar Dinge zu ändern.

Vielen Dank!

Verena Czerny

15.12.2014

Was für ein inspirierender, wertvoller Artikel! – Vielen Dank dafür.
Durch die Gestaltung des Arbeitsraums können Veränderungen im Unternehmen oder überhaupt schon die Bereitschaft für Innovationen im Unternehmen physisch erlebbar gemacht und verankert werden.
Wer mag, findet hier 5 weitere Tipps für die Steigerung der Innovationsbereitschaft.
http://www.clever-change.de/innovation/

Christine Pollhaus

15.12.2014

Ein sehr abgehobener Beitrag zum Thema „Stress, Motivation, etc“ – sofern ich das hier richtig interpretiere. Aber was soll das? Wo bleibt bei diesem Beitrag der Blick auf die Realität??? Und erst recht: wo bleiben die Vorschläge zur Änderung/Weiterentwicklung, mit wirklich konkreten Vorschlägen an Unternehmen, Betriebsräte, etc.?
Soll/kann man wirklich glauben, dass sich ein Arbeitgeber darum schert? Im Miniunternehmen und Mittelstand sowohl bei Großkonzernen, wird doch an so etwas erst zuallerletzt gedacht – denn Umgestaltung bedeutet umfangreiche Kosten, die ein Unternehmen entweder nicht tragen kann oder will. Was also soll man davon halten???
Ich selbst bin ein sehr passendes Beispiel, daher möchte ich dies kurz anzeigen: Wegen Burn-Out war ich sieben Monate abwesend vom Betrieb. Nicht nur bin ich während meiner Abwesenheit in ein neues Team versetzt worden, sondern auch noch räumlich umgezogen worden. Von einem gemütlichen, fast heimeligen Zwei-Mann-Büro, in dem ich eine recht angenehme Arbeitsatmosphäre hatte wurde ich in ein lautes Großraumbüro verpflanzt, in dem es nicht einmal Trennwände gibt, die „Privatatmosphäre“ auf der Strecke bleibt, man jedes Telefonat, jede Diskussion usw. der Kollegen zwangläufig mithören muss usw. Bleibt da noch die Frage warum die Konzentration und Motivation auf der Strecke bleiben? NEIN! Auch braucht man sich nicht darüber wundern, dass es so etwas wie Burn-Out (neuderdings ?!) überhaupt gibt. In meinem Fall, wo „das Kind schon im Brunnen war/ist“ bleibt abzuwarten wie lange es bis zum nächsten „Ausfall“ dauert.
Deshalb wundert es sicher nicht, wenn ich anmerken muss, dass mich solche Artikel wirklich extrem ärgern. Was also soll das??? Wohlgemerkt ist dies meine persönliche Meinung als „Betroffene“.

inge weberberger

15.12.2014

Einen Arbeitsplatz an dem man sich wohlfühlt finde ichals voraussetzung für Leistung und posive kreative zusammenarbeit sehr wichtig,ein sehr guter Artikel

Manfred

15.12.2014

Also ich finde den Artikel interessant und als Ansporn mal darüber nachzudenken, in welchem Umfeld die Mitarbeiter arbeiten müssen. Mir ist ein luftiges und lichtdurchflutetes Büro auch lieber als ein Stall, nach dem Motto: „mens sana in corpore sano“. Und um einen gesunden Körper zu haben, muss auch die Büroeinrichtung stimmen, zumal die meisten von uns darin den Tag verbringen. Nicht umsonst investieren immer mehr Firmen ins Wohlbefinden und Fitness ihrer Mitarbeiter. Die Leistung steigt dadurch nämlich erheblich.
Der Vergleich mit dem Schweinestall ist dabei in vielerlei Hinsicht ganz passend, finde ich, obwohl man hier schon viele Fortschritte gemacht hat. Man braucht nur mal die letzten 20 Jahre als Vergleich nehmen, wo der Arbeitskollege gegenüber noch wie ein Schlot geraucht hat und alle wie in der Schule in Reih und Glied hinter dem Schreibtisch saßen, unter Funzel- oder aber nacktem Neonlicht.

Ezio Bernaroli

16.12.2014

Hervorragend!
Ein wirklich wertvoller ARtikel der nichts dem Zufall überlässt.
Die geschichtliche Aufarbeitung und genaue Erklärung über das Potential von den Möglichkeiten zum gesunden, kreativen und somit erfolgreichen ARbeiten, sind eng verknüpft mit einem gesunden Raumklima. Doch gesundes Raumklima ist nicht nur in heutigen Büro’s sondern in nahezu allen Wohngebäuden nicht vorhanden. Krankmachende Heizsysteme verbunden mit Lüftungssystemen die das Lebensmittel Luft verschmutzen, führen zu hohen Ausfällen durch Krankheit der einzelnen ARbeiterInnen, Bewohner. Das SickBuilding-Syndrom ist mittlerweise weitverbreitetet, und wird es auch weitestgehen bleiben.
Heizungen und Lüftungssysteme ( Klimaanlagen) sind meist nur Luftverwirbeler und Dreckschleudern. Hausstauballergien und andere Krankheiten sind das Resultat.
Den meisten Unternehmern geht es nicht um wohlfühlende und inspirierende Räume und ARbeitsplätze, sondern um Effizienz.
Es ist ihnen auch egal, ob ein Arbeitnehmer sich bei der ARbeit wohlfühlt, der Arbeiter soll gefälligst arbeiten (Effizient) und Gewinne für das Unternehmen erwirtschaften, sprich für den Unternehmer.
Ein Umdenken, wie zu Zeiten des Humanismus und der Renaissance, ist in der heutigen Zeit des ewigen effizienten Denkens und Handeln, kaum noch möglich.
Und gerade deshalb, sind solche zu Ende gedachten Beiträge so wertvoll für schöpferische und inspirierende Gestaltungsmöglichkeiten für Räume ansich, und das ganze Leben.
Weiter so.

Egon Werlen

16.12.2014

Warum sollten wir in Zukunft in Arbeitsplätzen traumhafter Verhältnisse arbeiten? Würden wir da nicht schon lange tun, wen das etwas brächte?
50% der Personalkosten verpuffen, weil wir in ungeeigneten Arbeitsplätzen sind?
Als ob Kreativität, Leistung, Arbeitsfreude usw. allene vom Arbeitsort abhängen würden.
Der Arbeitsort ist wichtig und hat sicherlich viel Einfluss auf uns, aber so viel schöne heile Welt sprich Büros, ist mir eindeutig zu viel!

Live Atwork

16.12.2014

100 Punkte für den Artikel, Herr Teunen. Wir haben genau nach diesem Ansatz gehandelt und unsere neue Räume zur Heimat gemacht, wo plötzlich Kreativität und Emotionen wieder sprudeln! Wer sich selbst vergewissern möchte:
http://dexina.de/de-de/metanavigation/news/news-detail/11-livework-auf-regio-tv.html

anke.kleehammer@designfunktion.de

16.12.2014

Liebe Leserschaft und Interessierte an Qualität in der Einrichtung. Wenn ihr mehr erfahren wollt über die Steigerung von Motivation, Kreativität und Produktivität, die Identität schafft und nachhaltig wirtschaftlichen Erfolg in Unternehmen erzeugt, dann folgt dem Link unter http://www.designfunktion.de Hier erfahrt Ihr mehr, auch über realisierte Projekte, über die Jan Teunen spricht.

Gilbert Dietrich

17.12.2014

Das furchtbare Geschwurbel mit an den Haaren herbeigezogenen Anleihen an der Philosophie lässt die Wichtigkeit des Themas nach hinten treten. Das Thema hat solch eine Aufladung mit Nonsense weder nötig noch verdient.

Auch der Romantizismus vom Wald als poetischen Arbeitsraum ist lediglich ein Bild heutiger Sehnsucht, aber keine historische Realität. Die historische Realität wat kalt und brutal, eine Welt des Gefressenwerdens, eine Lebenserwartung von unter 30 Jahren war nicht sehr poetisch.

Hegel vor den Burnout-Karren zu spannen ist immerhin originell.

Hilfreicher wäre es gewesen, auf die räumlichen Bedingungen einzugehen und wie man sie herstellen kann, anstatt heutige Büroarbeiter mit Schweinen zu vergleichen. Es fehlt das Konkrete: Was tun und wie?

LG

18.12.2014

Schön und gut. Bringt denjenigen, die nicht den Luxus haben, in einem Büro arbeiten zu dürfen, aber rein gar nichts.

KiB

24.12.2014

mehr als nachdenkenswert

Salzminenarbeiter

28.12.2014

Was für ein übel zusammen geklau(b)tes Geschwurbel – in der Kernaussage gebe ich dem Autor recht, wir brauchen menschlichere, multifunktionale Arbeitsplätze. Aber muss ich dazu wirklich 90% des Artikels oberflächlich dahersalbadern – meine Güte …

Büro

08.01.2015

Ich glaube, die Menschen müssen einfach mal wieder erlernen, bewußt Pausen zu machen. Und zwar ohne Smartfone, Ablenkung und dem Denken an morgen. Stress ist meist hausgemacht. Und wenn ich arbeite, dann sehe ich von meinem Drumherum nicht viel, denn dann bin ich konzentriert. Mahce ich Pause, dann gehe ich auch raus. Und habe ich Feierabend, entspanne ich mich. Da brauceh ich dann auch keine „Work-Life-Balancé“ . Wer schon so rangeht, dass er sein Leben nach WORK und LIFE aufteilt, der muss ja Stress kriegen…

FH

01.04.2015

Ist der Arbeitsplatz das Problem? Ich glaube es nicht. Die Arbeitskultur und unser Werteempfinden sind es. Eine Umgebung, die auf Egoismus und Maßlosigkeit basiert, kann auch am besten Arbeitplatz nicht gesund sein.
Ursachen beseitigen, keine Schwänze abschneiden!

Guido Hertlein

02.01.2016

Nachdem ich eben einen Vortrag von Jan Teuen aus dem Jahr 2007 in Basel nachgehört habe (ich hatte den damals für mich mitgeschnitten), besuche ich eben diese XingSeite. Hilfreich und authentisch finde ich zunächst, dass hier auch Beiträge stehen dürfen, die das alles als irgentwie Geschwurbeltes und AndenHaarenherbeigezogenes abzutun versuchen.
Für mich und meine ganz persönliche Situation, in der ich als Unternehmer auch heute noch stehe, ist der Ansatz von J.Teunen das (Arbeits)Leben doch mehr spielerisch als tradiert kämpferisch meistern zu lernen durchaus ein sehr wertvoller Gedanke. Mit seinem gesamten, hier im Artkel bei Weitem nicht ausreichend einsehbaren Ideenansatz, gibt der Autor für mich Einblicke, Hoffungen und eben auch Mahnungen gerade am Beginn eines neuen Jahres . Ich wünsche mir auch, ihn nach Basel 07 ein weiteres Mal, und noch viel intensiver kennenzulernen. Seinen Ideen wünsche ich jedenfalls eine große Resonanz sowohl bei den „Opfern“ als auch den vielgescholtenen und teils zu Recht verpönten „Tätern“.