Besser leben. Anders arbeiten.
Das New Work Themen-Portal.

Besser leben. Anders arbeiten.
Das New Work Themen-Portal.

Neue Führung

„Stakeholder statt Shareholder": Prof. Dr. Kruse im Video-Interview

Der digitale Wandel, steigende Vernetzungsdichte und die Globalisierung stellen völlig neue Herausforderungen an Führungskräfte und Mitarbeiter. Die Spielregeln der Wirtschaft ändern sich in einem rasanten Tempo und damit auch grundlegend die Rolle von Führung. Der Wandel durch zunehmende Vernetzung beschäftigt Professor Dr. Peter Kruse seit mehr als 15 Jahren und ist zu seinem persönlichen Lebens- und Forschungsthema geworden. Immer mit dem Ziel, Führungskonzepte neu zu denken, die den komplexen Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht werden und Unternehmen zukunftsfähig machen.

XING Klartext hat Professor Dr. Kruse einen Tag bei seiner Forschungsarbeit begleitet und ihn zu den wichtigsten Erkenntnissen seiner Arbeit und Studien befragen können. Im Interview schildert Kruse den Wandel vom Shareholder- zum Stakeholder-Modell, in dem „Persönlichkeit, Planung und Profit“ zunehmend durch „Information, Iteration und Integration“ ersetzt werden. Führung im Wandel verlange die Akzeptanz fehlender Planbarkeit und die Fähigkeit zur professionellen Gestaltung ergebnisoffener Prozesse, so Kruse. Sein Ansatz ist die „iterativ testende Agilität“ bei der gemeinsamen Suche nach neuen Führungsmodellen von Mitarbeitern und Führungskräften. Er warnt: Wenn hierarchische Führung, Effizienzsteigerung und Gewinnoptimierung bestehen bleiben, ist der Standort Deutschland gefährdet.

Sehen Sie hier das Interview mit Professor Dr. Kruse und seine Erkenntnisse, wie Führungskräfte und Mitarbeiter „Gute Führung“ sehen, welche Anforderungen die Generation Y an die neue Arbeitswelt stellt und was er der New Work-Bewegung empfiehlt.


Über den Autor:

Prof. Dr. Peter Kruse ist Gründer und Ideengeber von nextpractice, einer methodengestützten, strategischen Unternehmensberatung für die Gestaltung von kulturellen Entwicklungsprozessen bis hin zu Analysen im Bereich der Markt-, Trend- und Gesellschaftsforschung. Prof. Dr. Kruse beschäftigte sich über 15 Jahre als Wissenschaftler auf der Schnittfläche von Neurophysiologie und Experimentalpsychologie mit der Komplexitätsverarbeitung in intelligenten Netzwerken. Sein Fokus liegt auf der Analyse von Veränderungen in Markt und Gesellschaft sowie deren Umsetzung in nachhaltig erfolgreiches unternehmerisches Handeln. Er ist Autor zahlreicher Schriften zur Kognitionspsychologie, zur Theorie dynamischer Systeme, zum Konstruktivismus und zur Managementlehre.

http://www.nextpractice.de


Unsere Klartext-Themenwoche bietet Ihnen vom 3. bis zum 7. November jeden Tag einen Experten-Beitrag:

Montag, 3. November 2014

“Führung heute! Nur noch auf Abruf?”

Von Thomas Sattelberger, Ex-Telekom-Vorstand und Themenbotschafter Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)

Dienstag, 4. November 2014

“Vernetzte Arbeitswelt – Die Kunst, Vielfalt zu erlauben”

Von Alfred Löckle, Konzernbetriebsratsvorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrat der Robert Bosch GmbH

Mittwoch, 5. November 2014

Wem dient Führung eigentlich?

Von Tina Egolf (Podio)

Donnerstag, 6. November 2014

Tiefgreifender Wandel durch Industrie 4.0

Von Dr. Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI)

Freitag, 7. November 2014

„Stakeholder statt Shareholder“ – Professor Dr. Peter Kruse im XING Klartext-Video-Interview

Von Prof. Dr. Peter Kruse, Gründer und Ideengeber von nextpractice

 

1 Kommentare

René Schellbach

07.11.2014

Stakeholder statt Sharholder – sehr interessante Gedanken. Nur schade, dass das Video aus vielen Schnipseln zusammengeschnitten ist. So wird der Prof. kürzer und knackiger verwurstet als er ist. Und es ist wie immer: Die passenden Studien sind sofort zur Hand. Passt auf, liebe Vordenker, dass Ihr nicht wieder eine neue Sau durchs Dorf treibt. In Sachen Mitarbeiterführung gibt es schon zu viele Hypes und zu wenig Substanz. In Zeiten des Social Web haben die Klassiker der Mitarbeiterkommunikation ausgedient: Schwarzes Brett und Mitarbeiterzeitung mit drögen Artikeln „von ganz oben“ sind passé. Wir-Gefühl erzeugt man zum Beispiel einem mit einem Intranet, das alle Mitarbeiter zum Dialog einlädt. Aber dann müssen die Führungskräfte auch mit unbequemen Stimmen rechnen. Ja, die Querulanten werden die Ersten sein, die den Paradigmenwechsel in der Mitarbeiterkommunikation ausnutzen. Aber sie quengeln ohnehin. Es geht um jene 50 Prozent, die der Prof nennt, diejenigen, die innerlich bereits gekündigt haben. Wenn man davon nur die Hälfte zurück gewinnt fürs Unternehmen, hat man mehr getan für die Shareholder als mit den besten Sparprogrammen. Als Journalist mit PR.Erfahrung hätte ich große Lust, daran mitzuarbeiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.