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Anders arbeiten: Der New Work Award geht in die nächste Runde

Kürzlich sprach ich mit dem Geschäftsführer einer kleineren Unternehmensberatung. Er erlebt am eigenen Leib, wie sehr sich die Arbeitswelt in den vergangenen Jahren geändert hat. Während es noch vor zehn Jahren ausreichte, ein hohes Gehalt und gute Aufstiegschancen in Aussicht zu stellen, um attraktiv für Talente und Nachwuchskräfte zu sein, werden heute ganz andere Kriterien an den Beruf gestellt. Kandidaten erwarten, dass der Job zu ihrer aktuellen Lebenssituation passt. Dass es okay ist, Arbeit von überall zu erledigen. Der Arbeitgeber sich zurücknimmt, wenn es um Familie und Freunde geht. Während früher in aller Regel das Gehalt das zentrale Thema war, fragen Kandidaten in Jobinterviews heute regelmäßig nach der Möglichkeit von Auszeiten und Sabbaticals, der Option, Arbeitszeiten frei zu erhöhen und zu reduzieren, oder sie hinterfragen die ethische Haltung des Unternehmens. So mein Gesprächspartner.

Und seien wir ehrlich: Wem war es jemals genug, für die Erfüllung einer Anwesenheitspflicht bezahlt zu werden? Wer dachte wirklich, was er Personalmanagern in Interviews geflissentlich signalisierte, dass nämlich der Beruf grundsätzlich Vorrang hat gegenüber Familie & Co? Wer hat sich wohlgefühlt in Unternehmen, die Law & Order für eine probate Führungsstrategie hielten?

Natürlich niemand. Das in Zeiten des Fachkräftemangels an den Tag gelegte neue Selbstbewusstsein insbesondere derjenigen, die oftmals „Wissensarbeiter“ genannt werden, führt zu neuer Ehrlichkeit. Gleichzeitig aber auch zu neuer Unsicherheit. Denn auch wenn sich viel getan hat in Köpfen und HR-Etagen, so fehlen häufig Konzepte, wie man die Ansprüche der Berufstätigen erfüllen kann.

Marc-Sven Kopka, VP Corporate Marketing & Communications XING AG

Marc-Sven Kopka, VP Corporate Marketing & Communications XING AG

Das wollen wir mit dem New Work Award ändern.

Die Resonanz auf den im letzten Jahr zum ersten Mal vergebenen Award – rund 200 Einreichungen und 30.000 abgegebene Stimmen – hat uns in der Annahme bestätigt, dass das Thema „Arbeit von morgen“ viele Menschen bewegt. Deshalb wird XING auch in diesem Jahr in Kooperation mit den Partnern FOCUS und Human Resources Manager die innovativsten Ansätze, Arbeit anders und vor allem: besser als in der Vergangenheit zu organisieren, auszeichnen. Wir suchen dabei ausdrücklich nicht neue Ideen, sondern in der Praxis erprobte Konzepte, die in Unternehmen bereits heute gelebt werden. Denn wir erleben immer wieder: Auch in diesem Feld gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz viele Innovationen. Allein: Sie sind weithin unbekannt, haben keine Öffentlichkeit. Die wollen wir herstellen.

Unternehmen egal welcher Größe, die neue, innovative Wege gehen, Arbeit zu organisieren, können sich vom 6. Oktober bis zum 14. November 2014 für den diesjährigen Wettbewerb auf der Seite www.newworkaward.de anmelden.

Die eingereichten Best-Practice-Ideen werden auch in diesem Jahr von einer hochrangig besetzten Experten-Jury mit führenden Köpfen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Forschung vorselektiert. Anschließend diskutiert und beurteilt die Öffentlichkeit die als preiswürdig empfundenen Einreichungen im Netz durch Abstimmung auf der Webseite.

Die Bewerbung steht allen offen: Egal ob Klein- oder Großunternehmen. Sie muss auch nicht zwingend vom Geschäftsführer oder der Personalabteilung ausgehen. Wenn Mitarbeiter denken, dass das eigene Unternehmen Dinge neu, innovativ, und zukunftsweisend handhabt und Vorbild für andere sein kann, ist eine Bewerbung direkt von Ihnen ebenfalls sehr willkommen. Wie gesagt: Wir suchen Beispiele für Neues Arbeiten,  sei es, dass eine Firma  nicht in traditionellen, hierarchischen Strukturen arbeitet, Führung anders lebt oder Transparenz groß schreibt.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung auf der Webseite zum New Work Award.

Ihr
Marc-Sven Kopka

 

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