Das wünschen sich die Deutschen von ihrem Job

XING-Umfrage: Sinnhaftigkeit, flexible Arbeitszeiten und Familienfreundlichkeit stehen bei Fach- und Führungskräften ganz oben auf der Prioritätenliste bei der Arbeitsplatzwahl

Der Job, nur ein Mittel zum Zweck? Für die meisten Deutschen gilt das nicht. Besonders Fach- und Führungskräfte verbinden mit der täglichen Arbeit weitaus mehr als nur das Geldverdienen. Für fast 90 Prozent von ihnen gehören Arbeit und Leben unmittelbar zusammen, sie haben den Anspruch, dass ihr Job auch zu ihrer Persönlichkeit passen muss.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von XING bei Angestellten und Beamten, die als Fach- oder Führungskraft tätig sind, durchführen ließ. Sie ergab einen umfassenden Überblick über die Einstellungen, mit denen Deutschlands leitende Berufsgruppen ihre Ansprüche an Arbeit für sich definieren.

xingstellenmarkt_bannerSo ist neben der hohen Identifikation mit dem beruflichen Tun auch der Wunsch nach einer guten Vereinbarung zwischen Job und Familie stark ausgeprägt: Für 95 Prozent der von Forsa Befragten rangiert dieser Ausgleich auf der Prioritätenliste in Sachen Arbeitsplatz ganz oben. Allerdings lässt die Wirklichkeit darüber bei vielen zu wünschen übrig. So geben acht von zehn Befragten an, dass sie sich in ihrer derzeitigen Tätigkeit mehr Zeit für ihre Familie, Lebenspartner oder Freunde wünschen.

Der Wertewandel der digitalen Gesellschaft hat die Einstellungen vieler Menschen auch zu Ihrer Arbeit grundlegend verändert. Noch vor wenigen Jahrzehnten spielten bspw. flexible Arbeitszeiten kaum eine Rolle. Heute können sich nahezu zwei von drei Befragten (64 Prozent) gar nicht vorstellen, bei einem Unternehmen anzufangen, das diese Option nicht bietet.

Interessante Details zeigt die XING-Umfrage auch bei der Diskussion, ob den Berufstätigen ein hohes Gehalt oder ein sinnvoller Job, der zum Gemeinwohl beiträgt, wichtiger ist. Hier sind die Ergebnisse auf den ersten Blick mit jeweils 42 Prozent ausgeglichen. Doch zwischen den Altersgruppen gibt es merkliche Abweichungen: Für mehr als jeden zweiten über 50-Jährigen ist eine sinnvolle Tätigkeit wichtiger, während es bei den Jüngeren bis 29 Jahre nur rund ein Drittel ist (32 Prozent). Hier überwiegt der Wunsch, erstmal einmal in die Berufswelt „reinzukommen“.

Und auch zwischen den Geschlechtern gibt es bei der Sinnfrage signifikante Unterschiede: Während für jede zweite Frau unter den deutschen Fach- und Führungskräften eine sinnvolle Tätigkeit im Vordergrund steht, gilt das Gegenteil für Männer: Bei 49 Prozent von ihnen steht das Gehalt an erster Stelle.

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