Familie & Beruf

Umfrage: Wie vereinbaren Sie Familie und Beruf?

Trotz aller ehrlichen Bemühungen – mitunter ist der Versuch, seinem Job, den lieben Kindern und dem verehrten Partner gleichermaßen gerecht zu werden, ein nahezu unmögliches Unterfangen. Wie lösen Sie das Problem, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen? War es früher einfacher, oder hat es die heutige Eltern-Generation leichter? Wir haben Passanten in Hamburg gefragt – und teils überraschende Antworten bekommen.

Was sind Ihre Erfahrungen? Kann man Kinder und Karriere wirklich problemlos miteinander vereinbaren? Wir freuen uns auf Ihre Meinungen und Berichte, hier unten in den Kommentaren.

33 Kommentare

Cord

07.08.2014

Interessant

Roland

22.08.2014

Als alleinerziehender Vater habe ich letztendlich nach über 7 Jahren die Konsequenz gezogen und habe mich für 5 Jahre freistellen lassen: Kindererziehung und Beruf war nur schwer vereinbar. Besonders enttäuschend war die fehlende Unterstützung seitens des Arbeitgebers (öffentlicher Dienst) und das kaum vorhandene Verständnis der Kollegen und Kolleginnen. Die Frauenbeauftragte (von Gleichstellung kann keine Rede sein) ignorierte alle Versuche einer Kontaktaufnahme (verständlich, denn ich bin ja „nur“ ein Mann). Hilfe bei der Kinderbetreuung gab es nicht oder wurde eingestellt. Stattdessen gab es Beschwerden, wenn ich mal das Kind mitbringen musste, weil ich einen Arzttermin mit ihm hatte. Ein unglaubliches Armutszeugnis ist das. Ich habe im Ausland ganz andere Erfahrung gemacht. Mein Fazit: Deutschland ist ein absolutes Entwicklungsland in Sachen „alleinerziehender Väter“. Note 6: durchgefallen.

toma

22.08.2014

Bin selbst 42 und kann alle gehörten Aussagen nur bestätigen. Die heutige Arbeitswelt und vor allem die Technologien ermöglichen in vielen Berufen weitaus mehr Flexibilität. Aber, gleichmäßig verteilter Fokus auf Kinder, Partner und Beruf macht den Alltag zwar lebenswerter aber nicht unbedingt einfacher.

Guy

22.08.2014

Meine Frau schafft es irgendwie das alles unter einen Dach zu bringen. Gefühlt, hat sie für ihre Arbeit die größere Leidenschaft, was man merkt, wenn man abends allein zu Hause sitzt, weil sie Termine hat. Aber das kommt auch nicht zu oft vor. Um die Hausaufgaben der Kinder kümmert sie sich zu 90% und ich muss mir wegen dem Haushalt keine Gedanken machen, außer finanziell versteht sich… Meine Frau ist sehr motiviert, ich unterstütze wo ich kann und das klappt anscheinend ganz gut.

Charlotte Knobloch

22.08.2014

Ist es denn keine Karriere, wenn man weniger arbeitet und sich um seine Kinder kümmert. Ich habe eigne Bekannte, die Vollzeitarbeiten und ihre Kinder kaum sehen. Warum hat man dann Kinder ? Warum muss man das beides unter einen Hut bekommen ? Warum gaukelt uns die Gesellschaft vor, wir müssen das tun / können ?
Aus meiner Erfahrung heraus kann man das nur, wenn die Kinder älter sind und das restliche Umfeld darauf ausgerichtet ist. Dennoch bleibt man als Mutter dann meistens auf der Strecke. Ein Leben mit Kindern ist wunderbar und ist das nicht auch eine Karriere da hin zu bekommen. Wir alle müssten nur einmal anders denken und die Fähigkeiten der Mütter besser nutzen. Ich habe vier Kinder und eine eigene kleine Firma und ich weiß genau von was ich spreche. Als Angestellte hätte ich nie die Möglichkeiten, so zu arbeiten wie jetzt.

Tilo

22.08.2014

Ich habe das Gejammer derer satt, die für sich selbstverständlich alles wollen „ich will Beruf, am besten Karriere, Lebensabschnittsgefährten, Kind, und zwar genau dann, wann und wielange ich will“, aber sich dann bitterlich beklagen, wenn die Umwelt (man ist ja zuerst so unabhängig!) einen nicht bei seinen Wünschen rundum pampert!
Meine Mutter war auch „allein Erziehend“ (damals war „Alleinerziehend“ noch nicht modern) und ich habe erst Jahrzehnte später leidvoll erfahren, welche seelischen Folgen das eben trotz aller ihrer Aufopferung hatte.
Gerade deshalb bin ich jeden Tag dankbar, daß meine Kinder den Wert einer intakten vollständigen Familie erleben dürfen. Das geht aber nicht durch „ich will alles, und zwar sofort“, sondern durch das familiäre Vorleben von Respekt und gegenseitiger Wertschätzung (nicht Gleichheit, sondern Gleichwertigkeit), Demut und Opferbereitschaft (auch wenn der andere „unendlich nervt“, läßt man ihn nicht im Stich. Nein, das macht nicht immer „Spaß“!), sowie Dankbarkeit und Liebe (nicht nur als allgegenwärtiger Eros, sondern als tägliche Agape).
Nachdenklich macht mich die Frage, wer denn letzlich vom umfassenden Auslagern aller klassisch innerhalb der Familie erbrachten Leistungen (von Kinderbetreuung bis Altersvorsorge, von Schulaufgabenbetreuung bis Psycho-Coaching usw.) profitiert? Die Umsatzsteuer???

Ilu

22.08.2014

Tja, nachem ich jetzt auch beim 2. Kind den Job nach Mutterschaftsurlaub verloren habe, bin ich mir da nicht mehr so sicher, dass mann/frau Kind und Karriere unter einen Hut bringen kann.

Christine

23.08.2014

Ich bin eine berufstätige Mutter mi 3 Kinder. Die 2 Kinder haben die Lebenskurve geschafft. Das dritte Kind ist auf der Strecke geblieben. Ein sensibles Kind, das mehr Aufmerksamheit brauchte und nicht bekommen hat, ist in der Entwicklung stehen geblieben. Anschließend kommt zum Harz IV Fall, Psychiatrie? Billiger wird es für die Staat nicht. Die Kinder sind die Zukunft von Deutschland und Europa und sollten als Werte behandelt werden. Es müssen die Systeme geschaft werden, die ausreichende Betreuung und Akzeptanz der Gesellschaft ermöglichen.

Jeyjey

27.08.2014

PROBLEMLOS vereinbaren?
Das muss ich ganz klar verneinen. Wir leben leider in einem
Land, in dem anspruchsvolle Teilzeitjobs immer noch rar sind. Erst als ich in meinen Bewerbungen den Satz herausgestrichen habe, dass ich eine Teilzeitstelle suche, hatte ich endlich Möglichkeiten, mich in mehreren Unternehmen persönlich vorzustellen, schade eigentlich! Trotzdem will ich anderen Frauen Mut machen: es gibt sie, die Chefs, die selbst Kinder haben und ne Ehefrau, die ebenfalls nicht nur hinterm Herd steht. Es gibt Personaler, die offen sind für neue Wege.
Diese Erfahrung habe ich nach längerer Suche gemacht, ein Quäntchen Glück gehört auch dazu, das muß ich natürlich zugeben.
Was aber ebenfalls wichtig ist, damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf funktionieren kann: die Familie, insbesondere der Partner muss sich aktiv mit einbringen und darüber hinaus ist ein gutes Netzwerk hilfreich, damit man sich untereinander aushelfen kann, wenn z.B. ein außerplanmäßiger Termin ansteht. Last but not least: liebe Frauen, hört endlich auf, arbeitende Frauen schräg anzuschauen. Wir sind keine Rabenmütter! Und umgekehrt sollten wir alle in Ruhe lassen, die für sich die Entscheidung getroffen haben, länger zu Hause zu bleiben. Ich bin der Meinung: Kinder brauchen
zufriedene Eltern, um glücklich aufzuwachsen, ob und wie viel diese arbeiten, kann durchaus unterschiedlich sein.
Von der Arbeitswelt wünsche ich mir, dass wir die nordeuropäischen Kollegen mehr zum Vorbild nehmen: es ist dort durchaus üblich, dass viele Eltern je 30h arbeiten (hierzulande ist die Tendenz ja immer noch eher bei 40/20)
Womit auch die anspruchsvolleren Jobs wieder leichter zu kriegen und auszufüllen wären…
Ach, man könnte noch ewig diskutieren, aber ich muss zum Ende kommen, daher mein FAZIT: es ist nicht leicht, alles unter einen Hut zu bekommen, aber es kann gehen (wenn der Wille da ist) und ich bin überzeugt, dass sich Deutschland hier in einem gewaltigen Umbruch befindet!

Jörg Walter

28.08.2014

Wir beschäftigen derzeit 2 Mütter mit jeweils 2 Kinder in Festanstellung (25 bzw. 30 Std.) – und noch zwei freiberufliche Mitarbeiterinnen auch mit je zwei Kindern. Über ein gutes online-Kommunikationssystem/flexible Arbeitszeitlösung und Heimarbeitsplatzmöglichkeit haben wir sehr positive Erfahrungen gemacht. Natürlich erfordert es mehr Abstimmung, Teamgeist und ein funktionierendes Kommunikationssystem, aber das Ergebnis stimmt. Gerade wurde eine kleine Doku von der Arbeitsagentur zum Thema Wiedereinstieg einer Mutter bei uns gedreht. Ist leider nur im Intranet der Arbeitsagentur zu sehen. Mütter sind aus meiner Sicht sehr verantwortungsbewusst, zuverlässig und teamorientiert. Es macht wirklich Spaß und beim Familienfest ist auch immer was los.

turbulent

28.08.2014

Ich bin alleinverdienende Mutter mit drei kleinen Kindern. Mein Mann ist seit dem ersten Kind daheim und ich arbeite Vollzeit. Wir hatten keine Wahl, ich hatte die Festanstellung, er verlor den Job, und so hat sich die Situation ergeben. Unterstützung in Haushalt und Kinderbetreuung seitens der Familie gibt es keine. Wir beide stemmen alles zu zweit, und das geht, wenn es auch immer wieder an die Belastungsgrenze geht.
Im engeren privaten Umfeld wird unsere Situation nach längerem Anlauf endlich voll und ganz akzeptiert. Gesellschaftlich und im Berufsumfeld allerdings stoßen wir immer noch fast täglich auf Vorurteile und sogar Diskriminierung. Mein Mann gilt als faul und es wird ihm angelastet, dass er keinen Job findet. Dabei kann er aufgrund der Betreuungssituation der Zwillinge (keine KiTa Plätze, oder unglaublich teuer) aktuell noch gar nicht arbeiten gehen, bis die Kinder in den Kindergarten kommen. Meine Karriere wurde durch die Geburten gebremst, obwohl ich nach kürzester Zeit (nach dem Mutterschutz bzw. nach einem halben Jahr) wieder in Vollzeit arbeiten ging. Man traut mir nicht zu, dass ich das Pensum der Doppelrolle Mutter/Karrierefrau schaffe, und ich muss mich im Vergleich zu männlichen Kollegen dementsprechend doppelt beweisen, um voranzukommen. Und vorankommen muss ich, denn ich muss ja die gesamte Familie versorgen. Das bringt mich zur nächsten Baustelle, denn auch finanziell gibt es Nachteile beim Rollentausch – geringeres Gehalt als männliche Kollegen in gleicher Stellung, Einkommensverlust in der Elternzeit, Gehaltserhöhungsrunden die an einem vorbei gehen, weil man in der Zeit zwei Kinder zur Welt bringt usw. Der Druck, die Karriere voranzutreiben wird also noch höher. Diese und weitere Beispiele könnte ich zu jedem Lebensbereich geben, überall stößt man auf ähnliche Probleme von mangelnder Akzeptanz,Toleranz, Verständnis.
Und gleichzeitig bleibe ich Vollblut-Mutter! Ich verbringe jede freie Sekunde mit meinen Kindern, abends bis sie im Bett liegen und am Wochenende und mache diese Sekunden, Minuten und Stunden zu ganz besonderen gemeinsamen Momenten mit ihnen.
Mein Mann, meine Familie und ich sind glücklich mit unserem Leben und unserem Lebensmodell, trotz der äußeren Hürden, die wir täglich zu bewältigen haben.
Mein Fazit: Deutschland ist für den kompletten Rollentausch noch nicht bereit.

Martin

28.08.2014

Meine Frau und ich haben nach 10 Jahren gelertnt das Familie und Beruf,in Deutschland, zwei Dinge sind wie Wasser und Feuer, nicht oder nur sehr schwer vereinbar.
Fazit:
Meine Frau hat ihren Beruf aufgegeben.
Und in Deutschland ist immer noch nicht erkannt worden, dass Familie und Beruf die Zukunft sein muss!

Susanne Huber-Schwarz

28.08.2014

Gut gemachter Beitrag. An Kommentaren ist alles drin, was Fakten sind. In Österreich ist das nicht anders.

Charly

28.08.2014

Guten Tag,
meine Mutter hat immer Vollzeit gearbeitet und wir waren 3 Kinder. Sie ist morgens zusammen mit uns aus dem Haus und war gegen 16:30 wieder da. Wir haben nichts vermisst, im Gegenteil, wir haben Werte vermittelt bekommen, das es sich lohnt jeden Morgen auf zu stehen. Warum soll ich als Mutter oder Vater auf eigene Wünsche und Ziele verzichten, nur weil ich Kinder bekomme. Mein Sohn 3, kennt es auch nicht anders, das Mutti ihn erst nachmittags aus dem KiGa holt. Er will gar nicht früh abgeholt werden, weil er im KiGa mit seinen Kumpels spielen kann und sie dort alles haben was sie zum toben brauchen. Dadurch ist es uns aber auch möglich ein gutes schönes Leben zu haben und nicht jeden Tag dem Kind erzählen müssen: Schatz dafür haben wir kein Geld. Wer etwas möchte, muss auch was dafür tun. Meine Chefin hat mich übrigens eingestellt, als ich mit meinem Sohn im 5. Monat schwanger war und ich bin möchte auch nicht weniger als Vollzeit arbeiten. Das Lächeln eines Kindes am Abend das der Tag schön war, lässt einen doch den ganzen Stress für einen Moment vergessen. Auch unsere Eltern haben uns groß bekommen, also schaffen wir das auch!

Ron

28.08.2014

Ich wünsche uns allen mehr Mut, Entscheidungen zu treffen, wenn wir berufstätige Eltern (einschließlich Teilzeit) merken, dass die Entwicklung der eigenen Kinder darunter leidet, zu wenig Zeit mit ihnen zu verbringen. Ohren auf für Feedback aus Krippe, Kita oder Schule! Emphatische Eltern können das durchaus merken! Gibt es vielleicht übertriebenes aggressives Sozialverhalten? Keine oder mangelhafte Konfliktlösungskompetenz? Kinder können sich nicht explizit äussern, sondern haben eben diese Ventile… Dann heisst es, sofort mehr Zeit für die Kinder in der Frühphase (0-8 Jahre) zu haben. Langfristig wird sich das bezahlt machen…auch bei zwischenzeitlichen Engpässen im materiellen Leben. Mehr Optimismus und Mut für die wichtigen Entscheidungen im Leben!

Eugen

28.08.2014

Der Beitrag stellt die aktuelle Situation rosiger dar, als diese tatsächlich ist. Es beginnt für die Familie mit dem Erziehungsgeld, das angeblich 12 Monate gezahlt werden soll, tatsächlich aber das Mutterschaftsgeld mit angerechnet wird und somit meine Frau nur 10 Monate Elterngeld erhält. Dazu kommt die steuerliche Benachteiligung von verheirateten Paaren gegenüber unverheirateten, was die Versteuerung des Elterngeldes angeht. Als nächstes kommt das heute eher übliche Problem der Pendler. Keine einzige Kita ist in der Lage, den Betreuungsbedarf zu decken, wenn Eltern pendeln müssen. Maximale Betreuungszeit sind 45 Stunden und dann ist Schluss. Bei über 50km Wegstrecke zur Arbeit (auf dem Land eher normal) ist eine Vollzeitstelle nicht realisierbar und Teilzeit lohnt vom Gehalt nicht mehr. Rechenbeispiel: bei einer ¾ Stelle (also 30Stunden Woche) muss eine 45Stunden Betreuung in der Kita gebucht werden. Dennoch wird es mit der Fahrzeit für meine Frau extrem knapp. Bei der 45Stunden Betreuung von unter 3-jährigen wären es laut der Satzung bei uns vor Ort ca. 850 EUR Kosten für die Kita inkl. Mittagsessen. Wenn wir den Wagenverschleiß, die Sprittkosten usw. dazu rechnen, muss man sich doch fragen, wofür meine Frau eigentlich noch arbeiten geht und sich den Stress antut?? Abgesehen davon ist ihr Arbeitgeber generell gegen Teilzeit und es kommt schon mal vor, dass von heute auf morgen eine Geschäftsreise geplant wird, bei der die Teilzeitkräfte mit müssen. Auf fehlende Betreuung der Kinder wird überhaupt keine Rücksicht genommen.
Das einzig wahre, das wir mit der Geburt unseres Kindes erfahren haben, ist dass Deutschland ein familienfeindliches Land ist. Wenn die Eltern kein Familiäres Backup haben, das diverse Eventualitäten auffängt, ist man gnadenlos verloren. Familie und Beruf in Deutschland??? Wenn, dann Glückgriff!

Susann

28.08.2014

Zuerst einmal eine Anmerkung zur Tonqualität. Ich weiß nicht, ob es an meinem Laptop liegt, aber ich konnte die befragten Personen akkustisch kaum verstehen. Hier wäre eventuell der Einsatz eines anderen Mikrofons überlegenswert.

Zum Thema an sich: Ich bin zwar nicht Alleinerziehend, habe aber meine Berufstätigkeit nach der Geburt meiner Kinder erheblich eingeschränkt. Während ich früher in einer Arztpraxis Vollzeit gearbeitet habe, bin ich nun stundenweise von zuhause aus tätig. Vor allem in den Vormittagsstunden, während die Kinder in der Schule und im Kindergarten sind, gehe ich meiner Berufstätigkeit nach. Aber auch nach dem Zubettbringen der Kinder sitze ich noch regelmäßig am PC und arbeite. Der Nachmittag und das Wochenende gehören dann aber voll und ganz der Familie. Mein Mann unterstützt mich bei der Hausarbeit, aber auch bei der Kindererziehung sehr.

Susan

28.08.2014

Wir haben 1 Kind, sind beide Ingenieure dabei bilde ich die Basis der Familie. Mein Mann hat Karriere gemacht (finanziell und postenmäßig) dafür pendelt er. Wir sind in der Woche allein und Karriere hab ich nur in kleinen Schritten gemacht, so wie es möglich ist wenn man Jahre in der selben Firma bleibt. Meine Firma hat trotz Elternzeit ( nur 1 Jahr) an mir fest-gehalten und mir auch den Einstieg in Teilzeit ermöglicht. Ich hatte Glück und eine Krippe/Kindergarten gefunden (mit Oststandard) die mich sehr unterstützt hat. Ich weiß das sich die Situation der KITAS jetzt nach 12 Jahren verschlechtert hat. Das ist schade, denn trotz aller Unterstützung hatten und haben wir manchmal ein schlechtes Gewissen. Ohne eine gute Betreuung und etwas Verständnis in der Firma (keiner soll meinen Job machen) geht es nicht. Wenn der Mittelstand keine Kinder bekommt weil es nicht zu organisieren ist und oder gut ausgebildete Frauen nicht wieder ins Berufsleben finden, weil manchmal ein Kind Krank ist, dann steht es schlecht um unsere Gesellschaft.
Unserem Kind hat die KITA nicht geschadet, es ist dadurch auch ziemlich selbstständig geworden. Ich hätte niemals alles leisten können was dort passierte, Spiele, Singen, Basteln, Sport, Englisch und Toben und alles mit anderen Kindern! Danke an alle Erzieher die das mit Herzblut machen. Schade das gefühlt seit 2000 nur über gute Betreuung diskutiert wird und nicht viel passiert.

Christina Hartmann

28.08.2014

Ich als Mutter eines 4,5 jährigen Sohnes kann auch nur berichten, dass es schwer bzw. fast unmöglich ist Kind und Karriere unter einen Hut zu bekommen.
Leider stellen sich viele Arbeitgeber immer noch dagegen, Teilzeit zu genehmigen; Männer die in Elternzeit gehen, können sich auf keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten ( wenn nicht sogar Kündigung ) einstellen. Leider beides am eigenen Leib erfahren. Ebenfalls ist die Kinderbetreuung ein Wahnsinn. Kindergärten, die bis 14 Uhr offen haben – echt fortschrittlich! :-(
Ich selbst habe meinen Sohn am Tag als ich erfahren habe, dass ich schwanger bin, in einer Ganztages-Kita angemeldet. Letztendlich habe ich aber diesen Platz dann nach 20 Monaten nur durch Beziehungen bekommen. ( ein echtes Armutszeugnis ) Trotzdem war es für uns die beste Entscheidung unseres Lebens unseren Sohn zu bekommen. Trotz aller Steine, die einem in den Weg gelegt werden und trotz aller Hindernisse und Widrigkeiten . Man lernt auch seine wirklichen Freunde kennen; die einem unterstützen wenn man sie braucht.

Ulla

28.08.2014

Familie und Beruf vereinbaren geht, aber nur mit einer gehörigen Portion Humor, gesprächsbereitem Partner, immer wieder neuen Ideen und Verabredungen und der Akzeptanz, dass es ein paar Jahre chaotisches Leben ist. Ich lebe dieses Modell seit über 20 Jahren (Nachzügler hat die Familienzeit verlängert) und finde es lebendig (nicht leicht). Wichtig sind Freundinnen und Freunde, mit denen ich mich austauschen kann. Besonders wichtig ist mein Mann, mit dem ich immer wieder neue Qualitäten von Beziehung in diesem Chaos erlebe. Aber all das ist Leben, Lebendigkeit und auch Liebe.

ich-bin-ein-toller-mann

28.08.2014

Alles geht nicht, nur Priorisierung hilft. Moritz Bleibtreu: „Der Job muß sich der Familie unterordnen“. Bis es das Grundeinkommen für Familien gibt sehe ich die berufliche Selbständigkeit als einzigen Weg im Job so flexibel sein zu können wie es meine Familie braucht.

Ines

28.08.2014

Grundsätzlich kann/ soll jeder für sich entscheiden, welchen Weg er wählt: Kinder ja/ nein, Vollzeit/ Teilzeit mit Kindern ja/ nein- es hat auch jeder die Verantwortung für sich und seine Familie. Viele entscheiden sich vielleicht bewusst gegen Familie, weil wir meiner Meinung nach in einem Land leben, dass nicht kinder-/ familienfreundlich ist. Das beginnt am Arbeitsplatz- hier gibt es heutzutage durch die modernen Medien viele mögliche Modelle, setzt sich in der Schaffung von Schul- und Betreuuungseinrichtungen fort- hier meine ich nicht nur die Quantität der zur Verfügung gestellten Angebote sondern auch die Qualität, geht weiter zu Freizeitangeboten, es sei denn es ist nur für Familien ausgelegt. Ich selbst habe drei Kinder und gehe Teilzeit arbeiten. Wir haben keine Haushaltshillfe. Mein Job eignet sich super, um auch von zu Hause aus zu arbeiten. Einen Tag habe ich genehmigt bekommen, ein weiterer Tag wird aus nicht wirklichen Gründen nicht unterstützt, obwohl es eine Betriebsvereinbarung seit 1998 gibt und der Arbeitgeber Preise für familienfreundliches Arbeiten einsteckt. Noch Fragen? Ich kämpfe im Moment, und wen ich im Bereich die Erste bin, die den weiteren Tag von zu Hause aus bekommt.

Viviane

28.08.2014

Wir sind noch ganz lange nicht soweit, uns als kinderfreundliche Gesellschaft zu bezeichnen! Bin (unerwartet) spät, mit 43 schwanger geworden und habe mich in der Zeit selbständig gemacht. Als angestellte Marketingleiterin mit Personalverantwortung(Finanzdienstleistung) würde ich es niemals schaffen, mein Kind mit der benötigten Zeit und Aufmerksamkeit – trotz Krabbelstube und Kindergarten(!) auf seinem Weg ins Leben zu unterstützen – ohne dabei ein ständig schlechtes Gewissen haben zu müssen, dass irgendetwas zu kurz kommt…Beides geht schon – aber nur auf Kosten der Partnerschaft und der eigenen Gesundheit! Meinen Job habe ich sehr geliebt – jetzt verdiene ich zwar weniger, kann meine Zeit aber absolut frei einteilen – und das ist unbezahlbar. Die Chance hat leider nicht jeder! Kinderfreundlichkeit kommt aus dem Herzen und unsere Gesellschaft ist zu sehr reglementiert und kopfgesteuert.

Patrick

28.08.2014

Ich denke in der traditionellen Wirtschaft/Arbeitswelt lässt sich das nur schwer unter einen Hut bringen. Oder man ist bereit weniger zu arbeiten und dafür finanzielle Abstriche hinzunehmen. Jedoch habe ich es im Network Marketing bald geschafft und habe genügend Zeit für meine Familie, meine Freizeit, mein Leben. Die Umsätze und das Einkommen wachsen, ohne das ich ständig arbeiten muss… War ein harter Weg, aber wir beginnen die Früchte dieser Anstrengung zu geniessen. Es ist immer gut einen Plan B zu haben, denn in der traditionellen Wirtschaft gibt es schon lange keine Sicherheit mehr und wenn man sich nur noch auf den Staat verlässt, dann gute Nacht… In dem Sinne allen viel Erfolg im Leben…

Live At-Work

28.08.2014

Wir vereinbaren das Ganze durch intelligente Arbeitsmodelle, eine lebenswerte Unternehmenskultur und eine ansprechende Arbeitsumgebung mit viel Freiheiten und Eigenverantwortung. LIVE@WORK! heißt das Ganze bei uns und macht das Arbeiten wieder menschlich und erlaubt Spaß und Emotionen!

Alexander

28.08.2014

Die Frage „Kann man Kinder und Karriere „wirklich problemlos“ miteinander vereinbaren?“ sollte jeder, der Familienverantwortung hat und ehrlich ist, mit „Nein“ beantworten. „Wirklich problemlos“ gibt es nichts – doch mit den passenden Rahmenbedingungen ist es gut machbar und führt immer wieder zu einem Gefühl der Erfüllung. Und das wichtigste : Man wächst an seinen Aufgaben. Am Anfang ist alles chaotisch. Doch: Familie ist eine wirklich lohnenswerte Aufgabe! Wir sind eine 4-köpfige Familie, die Jungs sind 9 und 6 und beide Eltern berufstätig. Als unser 2.ter Sohn zur Welt kam, war ich für 7 Monate in der Elternzeit. Als diese Zeit vorbei war, waren wir sehr skeptisch, ob es funktionieren wird. Werden die Kollegen es akzeptieren, wenn ich zu Hause bleiben muss oder früher weg muss? Was passiert, wenn ein Stau auf der Autobahn ist und ich viel zu spät nach Hause komme? Was ist bei Krankheiten, wenn beide Eltern wichtige Besprechungen haben? Reichen die Urlaubstage für die Schließzeiten der Kindertagesstätte? Viele, viele wenn’s und dann’s. Wenn ich nun nach fast 10 Jahren zurückblicke, gabe es einige Dinge, ohne die es sehr schwierig gewesen wäre: a) befreundete Eltern oder Familie, die ein paar Tage auf die Kinder aufpassen können, b) ein familienfreundliches Arbeitsumfeld, das kurzfristige Abwesenheiten akzeptiert, idealerweise Möglichkeit für HomeOffice, Familienparkplatz, … c) die Bereitschaft, eigene Interessen vorübergehend zurückzustellen, d) die Bedürfnisse des Partner nicht vergessen. Die gesamte verbleibende Zeit ausserhalb des Jobs morgens , abends sowie am Wochenende ist für die Familie vorzusehen. Die Eltern brauchen nicht immer den Animator für die Kinder zu spielen, aber Präsenz ist enorm wichtig. Und so begleitet man die Kinder, deren Bedürfnisse sich immer wieder ändern und man gibt, was in seinen Möglichkeiten steht. Und über die Jahre findet man dann auch ein Maß, was man von sich selbst, seinem Partner und seinen Kindern abverlangen kann. Ob man alles erreichen wird, was man sich idealerweise vorgestellt hat, ist dann eine sehr individuelle, durch viele Faktoren beeinflusste Geschichte – planbar jeweils nur bis zur nächsten Änderung.

Yves

29.08.2014

Interessante Diskussion. Man sollte die Augen nicht vor der Wahrheit verschließen. Wer immer eine Top Mitarbeiterin ist, verliert sicher nicht zwingend nach der Schwangerschaft seinen Job. Kinder und Karriere unter einem Hut ist schwer und es bleiben Dinge auf der Strecke. Also entscheiden, dahinter stehen und danach nicht jammern. Ich erlebe es oft, das Frauen unbedingt schwanger werden wollen, weil sie auf Arbeit keine Lust haben oder nicht die Leistung im Unternehmen schaffen die verlangt wird. Betrachtet man die Unternehmensseite und weiss was ein Mitarbeiter kostet( nicht nur den Nettolohn auf dem eigenen Gehaltszettel) besonders bei Krankheit, der versteht warum Mütter ungern eingestellt werden. Es ist auf Dauer einfach nicht wirtschaftlich für ein Unternehmen und da geht es auch für den Inhaber um Existenzen. Fazit: Selbst eine Firma eröffnen,

Yves

29.08.2014

daheim bleiben und sich dann auch wirklich mit allen Pflichten um die Kinder kümmern ohne zu jammern oder die Entscheidungen mancher Unternehmen verstehen. Ganz wichtig,.Habe ich kein Geld, warum bekomme ich dann überhaupt Kinder?? Öffentlicher Dienst wie oben geschildert ausgeschlossen. Wirklich seltsam, denn dort ist teilweise eine Kinderbetreuung bis 10 Jahre möglich. Traurig, das Mann dann so behandelt wird.

Peter Stumpp

01.09.2014

Ich bin Prokurist und leitender Angestellter (Bereichsleiter Finanzen) bei der Messe Stuttgart. Ich habe zwei (bald drei) kleine Kinder (Tochter 2 Jahre, Sohn 1 Jahr) und habe mich dafür entschieden, Familie und Beruf wirklich miteinander zu vereinbaren. Seit letztem Jahr habe ich für einen Zeitraum bis 2018 mit meinem Arbeitgeber vereinbart, in Elternteilzeit zu arbeiten. Ich arbeite seither zu 60% (drei volle Arbeitstage) und bin inkl. Wochenende damit vier Tage bei meiner Familie. Mein Aufgabengebiet wurde verkleinert (ich habe den Bereich Personal abgegeben, war vorher also für den Bereich Finanzen und Personal mit rd. 40 Mitarbeitern m/w verantwortlich) und bin nun Bereichsleiter für Finanzen mit rd. 30 Mitarbeitern m/w. Meine Frau arbeitet zu 40% (1 ganzer Tag und zwei halbe Tage). Damit schaffen wir es sehr gut, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Die beiden Kinder sind morgens bis 13:30 Uhr in der Kita. Freitags haben meine Frau und ich frei, so dass wir es nebenbei auch noch schaffen, etwas gemeinsam (mal ohne Kinder) zu unternehmen.
Für uns ist es eine optimale Kombination von Familie und Beruf.

Romy Hofmann

18.11.2014

Hallo. Ich bin mutter eines 9 jährigen Kindes. Ich arbeite in der Betreuung. Anfang arbeitete ich Vormittags dann wurde die Betreuung auf nachmittags verlegt. In der Grundschule wurde mein sohn bis 16uhr betreut so das er nur 1std zu hause allein war da ich bis 17uhr arbeitete. Das war schon hart. Mein sohn hat eine klasse übersprungen und ist nun auf dem Gymnasium was sich Ganztagsschule nennt!! Diese geht bis 12.55 uhr. Ich arbeite nur halbtags aber bis 17 und einmal die Woche bis 19uhr. Oma und der Vater des Kindes helfen jeden Tag aber jetzt nach zwei Monaten wird es langsam eng. Es gibt bei uns kein betreuungsangebot der stadt und das macht mich wütend. Ich habe keine Möglichkeit meine Arbeitszeiten zu ändern da alle Häuser sich dem neuen betreuungsmodell angeschlossen haben und die Betreuung im Altenheim auf Mittags gelegt wurde. Ich würde eine Betreuung in der schule erwarten das man weiß die Kinder sind gut aufgehoben wenn man arbeitet. Die Ferien sind genauso ein Problem. Kündigen ist für mich keine Option da ich einen festvertrag habe und das gibt es heute leider nicht mehr selbstverständlich.

Bernhard

12.12.2014

es ist so wahr und so traurig….

Und was nützt der – selbst wenn erfüllte – Anspruch auf einen KiGa-Platz, wenn dieser nur von 8°°-14°° Uhr Betreuung umfasst ?!?

Wo ist der KiGa-Platz von 15°° – 21°° für die (alleinerziehende) Mutti, die in der Spätschicht im Einzelhandel oder der Pflege arbeitet und Vormittags Ihre Kinder gerne auch selbst betreut?

Andererseits wurde früher die ARBEIT als Hausfrau/-mann und Mutter/Vater auch noch als echte Arbeit und LEISTUNG anerkannt. Aber auch das hat sich leider geändert. Wer sich heute HAUPTBERUFLICH um Kinder und Haushalt kümmert ist eher „assi“ und „faul“ als jemand, der durch Erziehung einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft leistet. Ich finde, dass die Erziehung der eigenen Kinder sehr wohl eine anerkennenswerte LEISTUNG darstellt und auch so geachtet werden sollte. „Assi“ ist nur, dass viele Familien sich das nicht mehr leisten können…

Carl-Ulrich

28.01.2015

Ich bin stolzer Vater von zwei Kindern. Bis vor kurzem war ich auch stolzer Wissenschaftler an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die Vetmeduni Vienna ihrerseits behauptet „stolze Trägerin des Zertifikats hochschule-und-familie“ und „des Zertifikats beruf-und-famile“ (http://www.vetmeduni.ac.at/de/universitaet/allgemein/vereinbarkeit-familie-und-beruf/) zu sein.

Beschäftigt war ich an der vetmeduni Wien im Zeitraum 08.2005 – 09.2014, zunächst als Postdoc Fellow gefördert vom FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung). Im Dez. 2010 bekam ich eine feste Anstellung an der vetmeduni.
Die Forschung lief meiner Meinung nach gut und resultierte immerhin in 5 Publikationen in internationalen anerkannten Fachzeitschriften und einem Buchkapitel.
Im Juni 2014 kündigte die vetmeduni mir dann plötzlich aus heiterem Himmel, mit der Begründung, dass mein Output zu niedrig sei. Zum Zeitpunkt der Kündigung waren meine Kinder 3 und 5 Jahre alt.
Am Rande muss ich allerdings noch erwähnen, dass das Rektorat der vetmeduni Wien nicht nur gegen mich so destruktiv agierte, sondern auf äußerst dilettantische Weise gegen meine gesamte ehemalige Abteilung vorging und sogar mein ehemaliges Institut binnen weniger Monate abschaffte.
Zunächst geschockt von dem Massaker das an unserer Forschungseinrichtung verübt wurde, wandte ich mich an die Gesellschaft beruf-und-familie um mir Meinung und Rat einzuholen. Aber wie man aus deren Antwort entnehmen kann, hat die Gesellschaft eine recht gleichgültige Einstellung gegenüber dem was Institutionen die einmal das Zertifikat erworben haben mit ihrem Arbeitnehmern machen:

„… ihre E-mail Anfrage an Herrn S. B. von der berufundfamilie GmbH in Deutschland wurde an die Familie & Beruf Management GmbH, welche die Lizenz für das Audit berufundfamilie und hochschuleundfamilie für das Bundesministerium für Familien und Jugend ausübt, mit der Bitte um weitere Veranlassung mangels Zuständigkeit weitergeleitet.

Die Veterinärmedizinische Universität Wien hat im Oktober 2010 das Grundzertifikat für das Audit berufundfamilie und im Juni 2011 das Grundzertifikat im Rahmen des Audit hochschuleundfamilie erhalten.

Es handelt sich dabei um Beratungsinstrumente mit dem Ziel, die Möglichkeiten für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf entwickeln zu wollen, um von den damit verbundenen positiven Effekten zu profitieren. Es sollen möglichst passgenaue Lösungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Studierenden entwickelt und umgesetzt werden.

Im Rahmen des Audit wird ein internen Prozess umgesetzt, in welchem in einem ersten Schritt die vorhandenen familienbewussten Maßnahmen erhoben und dann auf dieser Grundlage verbindliche Maßnahmen zur Umsetzung in den nächsten drei Jahren definiert werden. Für diesen ersten Schritt erfolgt die Verleihung des Grundzertifikates Audit berufundfamilie bzw. hochschuleundfamilie. Nach Umsetzung der verbindlichen familienbewussten Maßnahmen in den nächsten Jahren erfolgt die Verleihung des Zertifikates.

Das Ziel, eine möglichst gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Arbeitgeber und Hochschule anzubieten, ist durch die geplanten und umgesetzten Maßnahmen der Veterinärmedizinische Universität Wien deutlich geworden.

Zu einem internen arbeitsrechtlichen Einzelfall mit dem Dienstgeber können wir nicht Stellung nehmen.
Zudem ist ihrer uns übermittelten Information nach ein Zusammenhang zwischen ihrer vorliegenden arbeitsrechtlichen Situation und den Maßnahmen der Hochschule für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht erkennbar.

Weitere Information finden Sie auch unter http://www.familieundberuf.at bzw. stehe ich Ihnen für Fragen zu den Audits zur Verfügung.…“

Wurde diese Auszeichnung einmal erworben, können die Institutionen also mit ihren Arbeitnehmern tun und lassen was sie wollen.

Die Frage, wie man Karriere und Familie vereinbaren kann, kann ich fast nur mit einem Kopfschütteln beantworten. Ich weiß es nicht, denn meiner Meinung nach ging das bis zu meiner Kündigung recht unproblematisch.

Sabine Jochum

10.03.2018

Mit drei Pubertierenden, einem 30 Stunden Angestelltenjob, einer selbstständigen Tätigkeit (die ich meist am Wochenende und abends ausübe), 4x Lauftraining in der Woche, 1x Trainerstunden mit 10 Jährigen, ist mein Leben voll gepackt. Ganz ehrlich?! Das schaffe ich alles erst, seitdem ich getrennt lebe. Man kann so viel schaffen, wenn es einen dabei glücklich macht und der Arbeitsalltag kein Negativstress bedeutet. Positives Denken ist ganz wichtig und Ärger auch mal hinter sich lassen. Dann kommt es auch im größten Stress nicht zum Burnout.