BFFT: Mit Teamgeist wachsen

In Zusammenarbeit mit kununu stellen wir in der Rubrik “Vorreiter” regelmäßig Unternehmen vor, welche die Prinzipien der neuen Arbeitswelt bereits heute leben. Diese Arbeitgeber inspirieren uns – sei es durch ihre besondere Transparenz oder Flexibilität, ihr Bekenntnis zu Sinnhaftigkeit und Verantwortung oder ihre offene und lebendige Arbeitskultur. Heute: der Fahrzeugtechnikentwickler BFFT.

„BFFT ist kein gewöhnliches Unternehmen“ (Eigenbeschreibung)

Es war wahrhaftig eine stattliche Truppe, die BFFT da an den Start des „Ingolstadt Triathlon 2014“ brachte: Rund 100 Angestellte, und damit fast jeder siebte Beschäftigte, des bayrischen Fahrzeugtechnikentwicklers machten beim Schwimm-+Radfahr-+Lauf-Wettbewerb mit. Im Vorjahr entsandte BFFT sogar rund 130 Teilnehmer (s.Foto oben).

Der sportliche Teamgeist steht dabei sinnbildlich für das Unternehmen, das erst 1998 gegründet wurde und seitdem einen rasanten Aufstieg erlebt hat. Innerhalb weniger Jahre wuchs die Belegschaft von einigen wenigen Köpfen auf mehrere Hundert, mittlerweile hat BFFT neben der hochmodernen Zentrale in Ingolstadt etliche weitere Niederlassungen in Deutschland, USA, China, England, Italien und Ungarn. Oft ist bei einer solchen dynamischen Entwicklung zu beobachten, wie Firmenkultur und -prinzipien unter dem Druck des Wachstum zu leiden haben. Umso erstaunlicher sind die außergewöhnlich guten Bewertungen, die BFFT bei Kununu durch seine Mitarbeiter erreicht hat.

BFFT-Zentrale in Ingolstadt

BFFT-Zentrale in Ingolstadt

Gerade die guten Noten bei den Faktoren des „Betriebsklimas“ zeigen, dass BFFT sein Markenversprechen „Wir bewegen Menschen“ nicht nur auf Automobile und die Kundschaft, sondern ausdrücklich auch auf das eigene Personal angewendet sehen will. Das fängt bei den zahlreichen Sozialleistungen, Gesundheitsförderungen und Mitarbeiterevents an, geht über das umfangreiche Angebot an Aus-, Fort- und Weiterbildungschancen weiter bis hin zur neuen BFFT Zentrale in Ingolstadt (s.Foto links).
Das gläserne Gebäude umfasst vier Stockwerke mit insgesamt 10.000 qm und bietet nach eigener Darstellung „umfassenden Schaffensraum für kreative Gedanken und Ideen“. Auf das Hauptquartier mit seiner Lamellenarchitektur, dem hauseigenen Fitness-Studio und den lichtdurchfluteten Büros und Werkstätten ist man bei BFFT besonders stolz, unterstreiche man damit doch auch nach außen sichtbar den eigenen „Anspruch von „Premium“ sowie des „Anders seins“. „Entspannt & modern“ will man bei BFFT unter anderem sein, „fürsorglich & sozial“, dazu „verlässlich & fair“. Ein verwirklichter Anspruch, der sich neben großer Mitarbeiterzufriedenheit auch in Imagefaktoren und Auszeichnungen niederschlägt: So wurde BFFT im FOCUS-Arbeitgeber-Ranking 2014 auf Platz 1 der „Besten Arbeitgeber Deutschlands“ unter den mittelständischen Industrieunternehmen der Automobilbranche gewählt. Aber das sehen die sympathischen Bayern bestimmt getreu dem Firmenmotto „bescheiden & zurückhaltend“.


 

Nachgefragt: Doppelinterview mit Dr. Michael Schilhaneck, Leiter Marketing-Kommunikation und Jan Hawliczek, Recruiting

„Die Menschen bei BFFT machen den Unterschied. Sie sind die Wertschöpfer und der Mittelpunkt des Unternehmens.“ heißt es in ihrer Firmenphilosophie. Ist das leichter gesagt als getan?

Michael Schilhaneck: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Unternehmen dies gerne kommunizieren, bei genauerer Betrachtung jedoch „wenig dahinter steckt“. Bei BFFT ist die Mitarbeiterorientierung fester Bestandteil der Vision und des Markenleitbildes. Spaß bei der Arbeit, Gemeinschaft, ein angenehmes Arbeitsumfeld und Wertschätzung jedes Einzelnen sind definierte Leitwerte, die systematisch realisiert werden. Am Anfang stehen Befragungen, es folgt die Ableitung von Maßnahmen und endet bei Erfolgskontrollen. Diesem Prozess stehen angepasste personelle sowie finanzielle Ressourcen gegenüber.
Jan Hawliczek: Im Recruiting bedeutet dieser Ansatz, Talente auszuwählen, die zu BFFT und zu unserer Unternehmenskultur passen. Wichtig ist hier vor allem die menschliche Seite des Bewerbers, Sozialkompetenz ist die alles entscheidende Fähigkeit, die ein Kandidat mitbringen muss. Natürlich ausgehend von einer gewissen fachlichen Basis.

BFFT hat in allen Kununu-Kategorien herausragende Benotungen bekommen, vor allem auch bei den Themen Work-Life-Balance, Kollegenzusammenhalt und Arbeitsatmosphäre. Wie kann man diese Faktoren als Unternehmen beeinflussen?

MS: Wie zuvor bereits skizziert bedarf es eines systematischen Vorgehens. Am Anfang steht die Ermittlung der Bedürfnisse und Interessen der Belegschaft. Man muss wissen, was die Kolleginnen und Kollegen „bewegt“. Davon ausgehend gilt es dann, passgenaue Maßnahmen zu initiieren. Bei uns sind dies beispielsweise besondere Lifestyle-Events, emotionale Sponsoringmaßnahmen oder das Angebot von Gesundheit- und Fitnessthemen. Hier kommen wir im Jahr auf über 50 Veranstaltungen, d.h. im Schnitt jede Woche eine Mitarbeiteraktion die sich stringent an den ermittelten Interessen ausrichtet – es ist regelmäßig für jeden etwas dabei. Unterstützend kommen Grundsatzentscheidungen wie flache Strukturen, ein Gleitzeit- und Überstundenausgleichsmodell, eine Philosophie des Duzens und ein „No Suit/No Tie“-Ansatz hinzu. Insgesamt alles Punkte, die zur Verbesserung der Work-Life-Balance, des Zusammenhalt und der Arbeitsatmosphäre beitragen.
JH: Wir freuen uns sehr über die sehr guten Kununu-Bewertungen. Wir im Recruiting haben damals den richtigen Weg eingeschlagen, offen mit positiver und negativer Kritik umzugehen und den Kununu Prozess bei uns somit weiter voran zu treiben. Für das Recruiting ist Kununu ein wichtiges Tool. Zum einen bedeutet es direktes Feedback für uns, zum anderen können wir es am Anfang des Bewerbungsprozesses gezielt einsetzen, in dem wir Bewerber darauf hinweisen, sich via Kununu neutral über BFFT zu informieren, quasi von Kollegen für mögliche zukünftige Kollegen.

In Ihrer eigenen „Akademie“ können die Mitarbeiter neben technischen Schulungen oder Sprachkursen auch „Lifestyle-Kurse“ absolvieren, u.a. zum Thema Grillen oder Fotokurse. Was versprechen sie sich als Arbeitgeber von der Förderung solcher Freizeitaktivitäten?

MS: Die Angebote haben sich direkt aus Umfrageergebnissen abgeleitet und treffen den „Zeitgeist“ unserer Kollegen. Allgemein fördern gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Büros das gegenseitige Kennenlernen und Vernetzen sowie die Identifikation mit dem Unternehmen und unseren Werten: BFFT ist entspannt, modern, anders, offen, natürlich.
JH: Für das Recruiting sind die vielfältigen Mitarbeiteraktivitäten wiederum gute „Verkaufsargumente“ in den Bewerbungsgesprächen. Rückfragen und Interesse der Bewerber zeigen immer wieder, dass wir hier einen Ansatz fahren, der sich deutlich von den Mitbewerbern unterscheidet.

BFFT hat in den vergangenen Jahren ein beeindruckendes Wachstum hingelegt, allein in den vergangenen sechs Jahren die Mitarbeiterzahl mehr als vervierfacht. Wie schwer ist es, bei dieser dynamischen Geschäftsentwicklung noch seine „menschlichen“ Ziele und die Bedürfnisse der einzelnen Kollegen im Auge zu behalten?

MS: BFFT hat dieses Jahr den ersten Platz im Rahmen des FOCUS Awards „Deutschlands beste Arbeitgeber“, Kategorie Mittelstand/Automobilindustrie, erreicht. Das Besondere an dem Unternehmenswettbewerb ist, dass die Mitarbeiter hier Ihre Arbeitgeber direkt bewerten können. Das Ergebnis zeigt, dass wir auch bei erreichter Unternehmensgröße die Kollegen und Kolleginnen nach wie vor sehr gut ansprechen. Deutlich herausfordernder sehe ich hingegen, bei stetigem Wachstum den engen Kontakt zwischen der Geschäftsführung und den Mitarbeitern zu wahren, Stichwort „open door policy“ und „Chef zum Anfassen“, was uns sehr wichtig ist. Hier versuchen wir, die Geschäftsführer bestmöglich in die Veranstaltungen zu integrieren, um maximalen Austausch zu ermöglichen. Mit wachsenden Geschäftsfeldern und damit einhergehend zunehmender Terminfülle wird gerade dies jedoch immer schwieriger.
JH: Abschließend noch ein paar Worte zum Unternehmenswachstum bei BFFT. Zentraler Treiber ist hier das Recruiting. Wir haben uns bereits 2007 für zahlreiche Spezialisierungen entschieden, wobei uns das Wachstum Recht gibt. Entscheidend ist innovatives Netzwerken und Recruiting, v.a. in den sozialen Medien. Zentrale Plattformen sind neben Xing, Kununu auch LinkedIn oder neue Plattformen wie Google+, whatchado oder poachee, die allesamt sehr gut anlaufen. Zudem nutzen wir Boolsche Suchalgorithmen und mobiles Recruiting für einen besseren und schnelleren Erfolg. Ich denke, auch hier unterschieden wir uns von vielen Mitbewerbern.


kununu_TeaserboxFacts

 

Unternehmen: BFFT, Gesellschaft für Fahrzeugtechnik mbH

Standort(e): Ingolstadt (Zentrale) und diverse andere national und international

Unternehmensgröße: rund 700 Mitarbeiter

Gründungsjahr: 1998

Branche: Fahrzeugtechnikentwicklung, speziell Elektronik

kununu-Gesamtwertung: 4,30 von 5 Punkten

Hier geht es zum XING-Profil von BFFT


 

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