Die Zukunft bringt... mehr Karrierechancen für Frauen

Klassische Hierarchien sind nahezu aufgelöst. Die Kollegen arbeiten zuhause, in Paris oder Potsdam. Frauen sind in den Spitzenpositionen überproportional vertreten. Und einige aus dem Team könnten bereits Urgroßeltern sein. Willkommen in der Jobwelt 2030!

In dem Report „Zukunft der Arbeit“ beschreibt die Beratungsagentur „Z_punkt“ im Auftrag der britischen Kommission für Beschäftigung und Qualifikation (UKCES) die Veränderung der Arbeitswelt für Großbritannien. Viele der Ergebnisse sind gut auf Deutschland übertragbar. „Vier-Generationen-Arbeitsplätze werden auch hier immer häufiger werden“, sagt Cornelia Daheim von Z_punkt. „Im Zuge des demografischen Wandels werden die Menschen durchaus bis in ihre 70er-, ja 80er-Jahre hinein arbeiten.“

Der Arbeitsmarkt-Report prognostiziert eine stärkere Rolle von Frauen in der Arbeitswelt. Sie werden künftig zwei Drittel der hochqualifizierten Jobs einnehmen. Das gute Abschneiden weiblicher Studenten treibt diese Entwicklung ebenso voran wie der zunehmende Bedarf an Fachkräften in einer alternden Gesellschaft. Somit wächst der Druck auf Politik und Wirtschaft, Lösungen zu finden, wie Familie und Beruf vereinbar sind.

Auch die Risiken wachsen


Parallel dazu wächst die Kluft zwischen Top- und Geringverdienern. Denn während die gut ausgebildeten Hochbezahlten eine bessere Work-Life-Balance genießen können, steigt für viele das Risiko eines sozialen Abstiegs und harter Arbeitsbedingungen. Die Anforderungen an die Sozialsysteme nehmen weiter zu. Akademiker sind der Studie zufolge nicht automatisch auf der Gewinnerseite. Im Zuge von Automatisierung und Digitalisierung übernehmen Maschinen in Zukunft auch einen Teil ihrer Tätigkeiten. Gleichzeitig setzt die wissensbasierte Wirtschaft auf neue Arbeitsformen. Flexible, an einzelne Projekte gebundene Beschäftigungen nehmen zu.

Mehr Gewicht werden künftig Aus- und Weiterbildungen erhalten. Dazu gehören Ansätze wie „Bite sized learning“ in jeweils kleiner Dosis, das spielerische, unterhaltsame „Gamified Learning“ und ebenso eine Kooperation zwischen Lernenden über soziale Medien beim „Distance Learning“.
Auch zeitlich und räumlich ist die Arbeit entkoppelt. „Virtuelles, ortsungebundenes Arbeiten und internationale Zusammenarbeit in Echtzeit werden zur Norm“, sagt Daheim. „Das ist Bedrohung und Chance zugleich.“ Hochqualifizierte profitieren von der Entwicklung. Die Studie sieht einen Boom für Mikro-Unternehmertum voraus.

1 Kommentare

Heidi Klein

13.09.2014

Ich würde keinen Arbeitnehmer mehr unterbezahlen, da gibt es noch einige davon. Wann können wir alle richtig bezahlen.