Sieben Jahre kununu: Co-Gründer und Geschäftsführer Martin Poreda mit seinem persönlichen Firmen-Rückblick

MartinPoredaHappy Birthday kununu – Die Arbeitgeber-Bewertungsplattform wird sieben Jahre alt. Als Hobby-Projekt vom österreichischen Brüderpaar Martin und Mark gegründet, ging kununu.com erstmals im Juni 2007 online. Mittlerweile ist die Plattform Marktführer im deutschsprachigen Raum und sorgt heute als Teil der XING-Familie dafür, dass sich Bewerber transparent und aus erster Hand über Unternehmen informieren können. Anlässlich des nahenden siebenjährigen Firmenjubiläums haben wir Martin Poreda in Wien nach seinem persönlichen Rückblick befragt: Welche sieben Ereignisse haben die Firmengeschichte von kununu besonders geprägt, welche haben ihn besonders bewegt?

Hier Martins Top 7:

1. Am Anfang machte es „Ping“: Vom Hobbyprojekt zur Geschäftsidee

„In den ersten Gründungszeiten bestand kununu aus zwei Mitarbeitern: Meinem Bruder Mark und mir. Auch die Bewertungskontrolle wurde von uns selbst durchgeführt. Nachdem wir von Anfang an darauf achteten, dass die Bewertungen keine Kraftausdrücke und dergleichen beinhalteten, richteten wir uns auf unseren Blackberrys einen Signalton ein, der uns im Form eines Sonar Sounds das Einlangen einer neuer Bewertungen ankündigte. Nachdem immer mehr Bewertungen eintrafen und wir auch spätnachts mit einem „Ping“ aufgeweckt wurden, stellte mich meine Frau zur Rede: ‚Mach aus Deinem Hobby kununu endlich eine Hauptbeschäftigung und stelle diesen Signalton ab.‘ Den Signalton haben wir daraufhin verbannt und kununu als Businessmodell aufgezogen. Wir haben dennoch die ersten 3 Jahre die Bewertungen selbst gesichtet und konnten erst mit weiterem Wachstum Mitarbeiter für die Bewertungskontrolle einstellen.“

2. Ein harter Weg: Die Suche nach dem richtigen Investor

„Als wir beschlossen haben, das einstige Hobbyprojekt professionell aufzuziehen, machten wir uns auf die Suche nach einem Investor. Wir klapperten die Liste der deutschen Start-up-Szene ab, mussten Kopfschütteln und Verwunderung hinnehmen und hatten zuletzt kein Geld mehr für ein Flugticket übrig. Den letzten Investor auf der Liste mussten wir per Pkw aufsuchen. Dieser hat an uns geglaubt – weil er vor uns bereits selbst die Idee hatte – in unsere Idee investiert und wurde letzten Endes bestätigt.“

3. Die kunu-ianer: Professionelle Rebellen mit Leidenschaft

„Bei einem Start-up ist es entscheidend, die richtigen Mitarbeiter an Bord zu haben. Denn nur mit den passenden Leuten geht es entweder rasch bergauf oder bergab. Wir hatten das große Glück, dass unsere freche Idee Rebellen angezogen hat, die mit uns eine Verbesserung der Arbeitswelt vornehmen wollten. Ähnlich wie Robin Hood und seine Bande haben wir gegen die anfänglich großen Widerstände zusammen gekämpft und trotz einiger Rückschläge unverbesserlich unsere Mission hinausgetragen. Beim Aufbau des Teams haben wir gezielt nach Profis gefahndet, die Experten auf ihrem Gebiet sind, Mitstreiter für unsere Philosophie sind und vor allem mit Leidenschaft anpacken. Es macht uns sehr stolz, dass trotz großer Veränderungsprozesse nach wie vor Mitarbeiter der ersten Stunde bei uns sind. Mittlerweile zählen wir 42 kunu-ianer und stellen damit beinahe 10% der XING-Familie dar.“

4. Krisen meistern: HR-Budgets sind hart umkämpft

„Die Gründung von kununu 2007 erfolgte zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nach Auftreten der Lehman-Krise traten Unternehmen ordentlich auf die Sparbremse. Wie üblich, werden bei Krisen die Marketing- und HR-Budgets zuerst eingefroren. Diese Denke kommt den Unternehmen jedoch teuer zu stehen: Denn nur wenn Firmen dauerhaft in Employer Branding investieren, bleiben sie auch nach einer Krise stark und ersparen sich dann nachträgliche Kosten, um dann etwaige Verluste wieder wettzumachen. Denn eine starke Arbeitgebermarke hält auch in ernsten Zeiten die Mitarbeiter bei der Stange. Die Wirtschaftskrise war daher auch für uns eine große Herausforderung, die mehrmals unsere Existenz auf Spiel setzte.“

5. Visionäre vereint: kununu-Kunden sind Mitstreiter für eine neue Arbeitswelt

„Umso mehr freut es uns, dass jene Unternehmen, die von Beginn an auf kununu gesetzt haben und trotz eiserner Sparvorgaben den Glauben an Digital Employer Branding nie verloren haben, jetzt am stärksten davon profitieren und einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Mitbewerbern haben. Auch unsere Kunden sind Visionäre, die die neue Ära der Arbeitswelt bereits erkannt haben und die neuen Spielregeln für ihre Zwecke nutzen.“

6. Der erste Anwaltsbrief: Und wie aus einem Gegner ein Befürworter wurde

„Nach sieben Tagen Online-Präsenz traf der erste Anwaltsbrief ein. Obwohl wir wussten, dass wir rechtlich nichts zu befürchten hatten, haben diese Zeilen  bei mir und meinen Bruder große Betroffenheit ausgelöst. Als Gründer haben wir das Portal mit unserem Herzblut entwickelt und jeder einzelne Angriff war ein Stich in unser stolzes Gründerherz. Mittlerweile haben wir dafür eine Mitarbeiterin, die sich professionell darum kümmert. Übrigens ist jene Agentur, die uns einst per Rechtsanwalt die erste Drohung übermittelte, heute einer unserer stärksten Vertriebspartner.“

7. We are family:Hochzeit mit XING

“kununu und XING hatten seit jeher ‘die gleiche Wellenlänge’. Bereits bei der Gestaltung von kununu war für uns das Design des damaligen ‘openBC’ ein Best Practice. Unabhängig von der Vorliebe für die Farbe Grün, hat uns das gemeinsame Bestreben verbunden, vorhandene HR-Pfade zu verlassen und neue Wege zu entwerfen.“

1 Kommentare

Michael Rajiv Shah

22.05.2014

Sehr nette Entwicklung. Herzlichen Glückwunsch zum Siebenjährigen.

Der MiSha
P.S. Grün ist auch ne tolle Farbe ;-)