Mensch@Work: Pilgern für den guten Zweck

Der Rucksack stand lange rum. Fertig gepackt. Michael Etscheids dreimonatige Auszeit und Wanderung auf dem Jakobsweg ist gut vorbereitet. Kein Ego- oder Selbstfindungstrip, keine religiöse Grenzerfahrung. Der 41-jährige Banker, Teamleiter bei der DWS in Frankfurt, möchte mal eine längere Zeit allein sein. Tun und lassen können, was er will, ohne an den Job zu denken oder an Familie und Freunde. Damit die Arbeitspause zudem noch etwas anderes Gutes hat, will Etscheid bis zum Ende der rund 800 Kilometer langen Strecke 10.000 Euro für das Kinderheim Finkennest in Höchst (Odenwald) sammeln. Dafür schreibt er während seiner Pilgertour nach Santiago di Compostela, die Anfang April startete, täglich einen Blogeintrag: und zwar in Form eines Briefes an ein Kind des Kinderheimes Finkennest im Odenwald. Jeder Eintrag ein Etappensieg. An Adriana zum Beispiel oder an den kleinen Jakob. An den schreibt er: „Das Schöne am Jakobsweg ist, dass man spätestens nach einer Woche vollkommen das Gefühl für Raum und Zeit verliert … Kein Stress, alles Easy Going.“ Ende Mai will Etscheid am Ziel ankommen.

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