Start-up "Why own it": Leihen statt kaufen

„Warum brauchen drei Leute, die sich gut kennen, das gleiche Buch?“, fragten sich Phillipp Gloeckler und David von Oertzen und gründeten das Webportal „Why own it“.

Seinem Netzwerk hat es der 29-jährige Philipp Gloeckler zu verdanken, dass er bereits sein zweites Unternehmen leitet. Nach dem „Avocado Store“, einem Onlineshop für nachhaltige Produkte, ist er jetzt Chef von Why own it. Die Idee des Portals: Statt sich Dinge selbst zu kaufen, leiht man sie sich von Freunden oder Nachbarn. Dafür kann man Bilder der Sachen hochladen, die man verleihen möchte, und in seinem virtuellen Freundeskreis umgekehrt nach Gegenständen suchen, die man sich ausborgen will. Collaborative Consumption nennen Experten diesen Trend. „Warum brauchen drei Leute, die sich gut kennen, das gleiche Buch? Es ist doch viel sinnvoller, nur eins zu kaufen und es sich dann gegenseitig zu leihen“, sagt Gloeckler. Nebenbei holt „Why own it“ Onlineverbindungen zurück in die Offlinewelt, denn um das Buch oder die Bohrmaschine zu übergeben, muss man sich persönlich treffen. „Das Beste im Leben sind doch Begegnungen mit Menschen. Das gerät in unserer Generation ein bisschen in Vergessenheit“, sagt Gloeckler.

2 Kommentare

Bernd Eckstein

11.09.2014

Tolle Idee! Da möchte jemand etwas verkaufen, was bewirken soll, daß andere weniger verkaufen (Bücher, Bohrmaschinen etc.) Wird im real existierenden Kapitalismus ganz sicher hervorragend funtionieren….

Axel Detert

29.09.2014

Das ist ein guter Ansatz. Haben Sie das Buch von Harals Welzer „Selbst Denken“ gelesen? Würden Sie seine Ansicht teilen?