„Hier wird niemand für seinen Hintern bezahlt, sondern für den Kopf“

In Zusammenarbeit mit kununu stellen wir in der Rubrik „Vorreiter“ regelmäßig Unternehmen vor, welche die Prinzipien der neuen Arbeitswelt bereits heute leben. Diese Arbeitgeber inspirieren uns – sei es durch ihre besondere Transparenz oder Flexibilität, ihr Bekenntnis zu Sinnhaftigkeit und Verantwortung oder ihre offene und lebendige Arbeitskultur. Heute: die Kommunikationsagentur Ministry.

In einem alten Lagerhaus mitten in der Hamburger Altstadt wohnt die Kommunikationsagentur Ministry. Wo fast 300 Jahre lang Säcke, Fässer und Kisten eingelagert wurden, basteln und schrauben jetzt rund 50 Mitarbeiter an Ideen und Konzepte für die digitale Kommunikation: Werbung, Apps, eBusiness-Lösungen und alles, was dazu gehört. Hier arbeitet problemlos der HSV-Fan mit dem Werder-Anhänger, der Russe mit dem US-Amerikaner und (viele) Männer mit (etwas weniger) Frauen zusammen.

Ministry verkauft Kreativität – und lässt sich einiges einfallen, um diese bei ihren Mitarbeitern zu fördern. Bei Ministry weiß man: Ideen entstehen nicht im Büro, sondern „draußen“: wenn man Filme sieht, Bücher liest, Musik macht, Sport treibt oder Zeit mit Freunden und Familie verbringt. Deshalb achten die vier Geschäftsführer bei ihren Mitarbeitern auf humane Arbeitszeiten und auf das richtige Verhältnis von „Work“ und „Life“. Eher ungewöhnlich in einer Branche, in der 60 oder 70-Stunden-Wochen keine Seltenheit sind.

Flexible Arbeitszeiten, Home Office, Elternzeit – all das steht den Agenturmitarbeitern offen und wird dankbar in Anspruch genommen. „Hier wird niemand für seinen Hintern bezahlt, sondern für den Kopf“, so das Credo der Agentur. Dies beruht natürlich auf Gegenseitigkeit: „Manchmal verlangt der Job, dass es abends ein bisschen(!) später wird. Und manchmal verlangt das Leben, dass es morgens etwas später wird.“, steht in der kununu-Arbeitgeberbeschreibung von Ministry. Recht haben sie. Überhaupt das Leben – das hat Vorrang bei Ministry. Wenn der Kühlschrank mal wieder „zwischen 8 und 18 Uhr“ geliefert wird oder der Kindergarten geschlossen ist, arbeitet man einfach von zu Hause. Oder bleibt einmal eine Zeit lang ganz zu Hause und nimmt sich Elternzeit. Das gilt gleichberechtigt für die Frauen und Männer bei Ministry. Was sonst noch? Statt Firmenwagen gibt es Car2Go-Mitgliedsausweise und Monatskarten für den ÖPNV, alle 14 Tage ein gemeinsames Frühstück mit Infos von der Geschäftsführung, dazu Handys und iPad – und wenn es sein muss, darf auch mal der Hund mit ins Büro.
Das Ergebnis: Eine Spitzen-Arbeitgeberbewertung und glückliche Mitarbeiter, die sagen „Ich bin gerne bei Ministry“.


 

Nachgefragt – Interview mit Marco Luschnat, einer von vier Geschäftsführern von Ministry

 

Marco_LuschnatWas bedeutet „New Work“ für Sie?

Zunächst einmal nichts großartig Neues. Es entspricht einfach der Art, wie wir bei Ministry gerne arbeiten und schon immer gearbeitet haben: mit möglichst viel Eigenverantwortung, ohne große Regularien, möglichst flexibel und abwechslungsreich. Ob das jetzt „New Work“ heißt oder „Enterprise 2.0“, „Work-Life-Balance“ oder „-Blend“ ist uns dabei völlig egal.

Was macht Ministry als Arbeitgeber anders als andere Agenturen?

Wir möchten unseren Leuten ein Arbeitsumfeld bieten – und damit meine ich jetzt nicht nur das Büro – in dem sie sich frei entfalten können: ohne Druck, ohne enges Korsett, mit der Möglichkeit, sich eigene Ziele zu setzen. Und wir glauben wirklich daran, dass ein Unternehmen erfolgreich funktionieren kann, wenn man sich primär danach ausrichtet – und erst dann an Dingen wie Planzahlenerreichung.

Sie werden als Arbeitgeber von Mitarbeitern, Bewerbern und Azubis überdurchschnittlich gut bewertet – wo sehen Sie noch Potential, in welchem Bereich möchten Sie besser werden?

Das klingt vielleicht ein wenig platt, aber die Antwort lautet: in allen. Wir sind ja auch als Arbeitgeber stetigem Wandel unterworfen, vor zwei Jahren waren wir noch 24 Mitarbeiter, heute sind es knapp über 50. Wichtig ist uns, dass wir bei allem Wandel unsere Grund-Werte bewahren. Dazu gehören neben den bereits genannten Ehrlichkeit und Offenheit, auch gegenüber Kunden. Erklären Sie mal als Agentur einem Kunden, dass er abends nach 19 Uhr niemanden mehr erreichen kann – das ist nicht immer einfach und übrigens ein gutes Beispiel für einen Bereich, wo wir noch besser werden können.. ;)


kununu_TeaserboxFacts

 

Unternehmen: Ministry

Standort(e): Hamburg und Frankfurt

Unternehmensgröße: rund 50 Mitarbeiter

Gründungsjahr: 1998

Branche: Kommunikation

Produkte und Dienstleistungen: Die gesamte Bandbreite digitaler Kommunikation – von Online-Werbung über mobile Apps bis zu Corporate Sites und eBusiness-Lösungen.

kununu-Gesamtwertung: 4,41 von 5 Punkten


 

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