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New Work

Das Lexikon des New Work

Wie jede gesellschaftliche Veränderung wird auch der Wandel des „New Work“ von einer ganz neuen und eigenen Begriffswelt begleitet. Wir erklären hier einige der wichtigsten.

Agilität – Beweglich und anpassungsfähig, statt starr und verkrustet, so sollten Unternehmensstrukturen sein. Dann kann eine Firma besser auf die Anforderungen der Märkte reagieren – und nimmt ihre Mitarbeiter dabei auch noch mit. Wie das geht? Selbst organisierte Teams, flache Hierarchien und Manager, die zuhören können.

Empathie – Einfühlungsvermögen ist das A und O in der modernen Arbeitswelt. Auch der cleverste Karriereoptimierer wird daher mit dem Emotionalen Quotienten eines Karpfens nicht weit kommen. Menschen sind soziale Wesen – keine Einzelkämpfer: Wer sich in andere hineinversetzen kann, der kann auch auf seine Kontakte bauen.

Fehlerkultur – Menschen lernen aus Fehlern oder gar nicht. Damit das funktioniert, müssen Fehltritte aber zugelassen werden – vom Arbeitgeber wie vom Mitarbeiter selbst. Denn die Angst vor Fehlern lähmt, eine entwickelte Fehlerkultur lässt dagegen Scheitern zu. Nur so kann das nächste Projekt dann möglicherweise zum „next big thing“ werden.

Intrapreneur – Nicht nur Firmengründer brauchen Unternehmergeist. Auch die Mitarbeiter eines Unternehmens sollten unternehmerisch denken. Denn nur wer das Heft des Handelns in die Hand nimmt und Entrepreneur in eigener Sache wird, kann echte Befriedigung aus seiner Arbeit ziehen. Von solchen Intrapreneuren profitiert dann wiederum die Firma.

Job Crafting – Dieselbe Arbeit von der Probezeit bis zum Vorruhestand? Diese Zeiten sind vorbei. Und viele finden daran Gefallen: Die Bastel-Biografen der Generation Y schnitzen sich ihren Job selbst, und wenn er nicht mehr passt, wird eben umgemodelt. Wollen Firmen diese Mitarbeiter halten, sollten sie für einen individuellen Arbeitsplatz-Zuschnitt offen sein.

Open Innovation – Unternehmen können viel Energie darauf verwenden, sich abzuschotten – oder sich ihrer Umwelt öffnen. Letzteres hat viele Vorteile: Wer Kunden, Mitarbeiter und Kritiker frühzeitig einbezieht, wird sicher nicht am Markt vorbei entwickeln. Das Ergebnis: verbesserte Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle – ohne hohe Kosten.

Partizipation – Die Beteiligung der Mitarbeiter sollte fest zu jeder Unternehmensphilosophie gehören. Entscheidungen werden heute nicht mehr von oben herab und über die Köpfe des Personals getroffen: Moderne Chefs führen, indem sie ihr Team einbinden. Das Empowerment motiviert und setzt die kreativen Potentiale der Mitarbeiter frei.

Prosument – Die Synthese aus Konsument und Produzent: Kunden, die mitwerkeln – das Produkt anpassen und weiter entwickeln, und Mitarbeiter, die ihre Erzeugnisse auch selbst benutzen. Die Übergänge sind fließend: Wer Wikipedia-Artikel schreibt, wird sich in dem Online-Lexikon auch informieren. Geht aber auch beim Design von Sportschuhen.

Social Entrepreneurship – Die Ziele von Mutter Teresa mit den Methoden von Warren Buffett erreichen: Soziale Entrepreneure suchen betriebswirtschaftliche Lösungen für gesellschaftliche Probleme. Diesem neuen Schlag von Unternehmern geht es weniger um Profit, sondern um den sozialen Mehrwert: Das Geschäft soll die Gesellschaft verändern.

Wissensarbeit – Wie wir arbeiten, unterscheidet sich stark vom Arbeitsalltag vor 20 Jahren: Doch nicht jeder, der vorm Computer sitzt, ist ein Wissensarbeiter. So wird vielmehr die zunehmende Zahl von Menschen bezeichnet, für die der Erwerb von Wissen zum Jobprofil gehört. Dafür sind Kreativität und Freiräume nötig – und eine veränderte Arbeitswelt. 

(Bild: Patrick Scheurer, Xpreneurs GmbH)

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