Die klugen Omas der "Generation Y"

Toll, diese schöne neue Arbeitswelt, oder? Mit ihrem schicken Global Web, ihren digitalen Spielereien – und ihrer ganz eigenen Sprache. Leider aber, so zumindest lautet das gängige Vorurteil, verstehen viele Ältere nicht mehr so richtig, was ihre Kinder und Enkelkinder den lieben langen Tag am Computer, Smartphone oder irgendeinem anderen coolen Gadget, Tool, Widget, als Scrum Master oder Head of Disruptive Development eigentlich so machen.

Um dem abzuhelfen, hat das Fachmagazin „Business Punk“ einen Wettbewerb gestartet, bei dem die Großeltern eben dieser Generation in einem Video versuchen sollen, die Berufe ihrer Enkel oder Urenkel zu beschreiben. Als glänzendes Vorbild dient dabei die 100-jährige Oma Hildegard von Manuel Ott, einem „patenten Jungen“, wie sie versichert. Um anschließend ganz locker das Geschäftsmodell seines Arbeitgebers, der Beratungsagentur Dark Horse zu erklären:

Wenn Sie auch noch mitmachen möchten: Der Einsendeschluss ist am 6. Mai, zu gewinnen sind Tickets für die Konferenz „Act different“ am 15. Mai in Berlin.

3 Kommentare

Wolfgang Merkel

30.04.2014

Eine schöne Idee- auf den ersten Blick.

Wenn ich es noch könnte, würde ich meine Großeltern – NICHT – in Marketingaktionen einbeziehen, aber als Nicht-Generation-Y habe ich andere, eher wertkonservative Einstellungen.

Bettina

30.04.2014

Na super! Die alte Dame hat zwei Weltkriege überlebt, verschiedene politische System kennen gelernt/erdulden müssen, sich mehrmals auf neue Währungen umstellen müssen, Kind(er) großgezogen und hat sicher viel zu erzählen.

Anstatt sie nach ihren Erfahrungen zu befragen, führt man sie jetzt als knuffige Alte vor, die einen kurzlebigen Hype der Arbeitswelt erklären darf, damit man schmunzelt und sich denkt:“Gar nicht so blöd für das Alter!“

Ich bin mir nicht sicher, ob ihr Enkel ein patenter Junge oder nicht doch eher ein respektloser Flegel ist. Aber wer weiß, was ihm später widerfährt, wenn seine Enkel groß sind.

Für mich ist das ein Artikel zum Fremdschämen!

Diana

15.10.2014

Schöne Idee, tolle Oma! Leider erkennt man an den beiden oberen Kommentaren, genau den Knackpunkt der Generationen. Wir – die Generation Y – wir schreiben auch den „Alten“ Kompetenz zu! Das haben vorherige Generationen leider verpasst…und entmündigen. Ich bin davon überzeugt, dass deine Oma von der Idee begeistert war. Schön, wie sie strahlt.